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Von der 30 000-Einwohner-Stadt bis zur Millionenmetropole / Verschiedene Leserreisen-Ziele der Heimatzeitung

Montreux, Rom, Paris: Die neue Lust auf Städtereisen

Die Flammen schlugen hoch hinaus in die Nacht; der rote Hahn spiegelte sich in den ruhigen Wassern des Genfer Sees wider. Über Montreux glühte der Himmel, Funken flogen bis weit hinaus. Das Feuer, dem am 4. Dezember 1971 das Casino der Stadt zum Opfer fiel, wandelte sich später in ein Feuer der Begeisterung. Das Schicksal ist manchmal beschämend grausam. Die harten Jungs der Rockband Deep Purple wird’s nicht gestört haben, als ihr von diesem Großbrand inspirierter Song „Smoke On The Water“ zu einem Riesenhit wurde, der rund um den Globus zur Hymne sich aufmachte. New York. London. Australisches Outback. Antarktis. „Smoke On The Water“ ist allgegenwärtig.

veröffentlicht am 22.12.2012 um 04:40 Uhr

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Autor:

Jean LeGrand

Die Bande zwischen Montreux und der populären Musik ist ohnehin magischer Natur. Schon seit 1967 findet hier das mittlerweile weltbekannte Montreux Jazz Festival statt. Kaum 30 000 Einwohner hat Montreux, ist damit halb so groß wie etwa die Rattenfängerstadt Hameln, aber wenn das Jazz-Festival beginnt, tummelt sich dort die Crème de la Crème des Jazz- und Rock-Business. Phil Collins mit seiner Bigband war bereits mehrfach zu Gast, die Rolling Stones ebenfalls, Bob Dylan, außerdem Ella Fitzgerald, Aretha Franklin, Oscar Peterson, Carlos Santana… – auf diesem Festival verschwimmen die Grenzen zwischen Rock, Pop und Jazz, wie auf keinem anderen. Was sich jeden Sommer in Montreux auf diese Weise ereignet, atmen Besucher der Stadt das ganze Jahr. Montreux trägt etwas Lässiges in seiner Aura, verbindet schönste Landschaft mit internationalem Ruf, wirkt nicht überlaufen, ist aber auch nicht schläfrig. So etwas schaffen wenige Städte. Die Einen sind hektisch, die anderen langweilig. Montreux ist entspannt spannend.

Das mag auch am Klima liegen. Durch die außergewöhnliche Lage im Schutz hoher Berge ergibt sich am See ein mildes, fast subtropisches Allerlei. An der Uferpromenade einen Kaffee zu trinken oder einen Ausflug zum Schloss Châtelard zu unternehmen, vielleicht auch eine Bootstour auf dem See, das alles macht hier richtig viel Spaß. Das „Savoir vivre“ ist so lässig wie der Jazz, den das Oscar Peterson Trio in Montreux schon mehrmals auf die Bühne brachte.

Oder doch lieber Rom? Klares Kontrastprogramm zu Montreux. Rom ist mit über 2,7 Millionen Einwohnern ungefähr 100-mal größer als Montreux. Lässig wäre das falsche Wort, um die „Ewige Stadt“ zu umschreiben. Der außergewöhnliche Reichtum an Baudenkmälern lässt die italienische Hauptstadt zuweilen wie ein großes Museum erscheinen, jedoch nicht verstaubt, sondern voller Leben. Mehr als zweieinhalb Jahrtausende, verbunden mit einer wechselhaften Geschichte, prägen das facettenreiche Gesicht dieser Metropole. Der Legende nach einst von Romulus in den sumpfigen Niederungen des Tibers gegründet, von etruskischen Königen zu einer Stadt geformt, von römischen Senatoren und Cäsaren allmählich zum Mittelpunkt eines gigantischen Imperiums gereift, wurde Rom schließlich von den Päpsten zum glanzvollen Zentrum der katholischen Christenheit vollendet.

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Mit anderen Worten: Rom ist wie ein in Stein geschlagenes Geschichtsbuch. Das birgt für Touristen größtes Entdeckungspotenzial. Die Römer selber sind nicht immer so begeistert, weil bei jeder Modernisierung, bei jedem größeren Neubau, die geballte Historie als Denkmalschutz im Wege steht. So stand der Bau einer riesigen Tiefgarage im Jahr 2000 in einen Tuffhügel am Petersplatz vor fast unlösbaren Problemen, weil die Zerstörung archäologischer Reste befürchtet wurde. Und aus demselben Grund wurde die dringend benötigte dritte Metro-Linie bis heute nicht gebaut.

Und noch eine großartige Stadt: Paris! Als Stadt der Liebe wird sie bezeichnet. Cité l‘amour. Wie ein Wahrzeichen des Glückes ragt der Eiffelturm 324 Meter in den Großstadthimmel. Die Seine fließt gemächlich, der Verkehr auf den Straßen und Autobahnen, die Paris wie ein Netz durchweben, fließt leider weniger gemächlich, manchmal auch gar nicht. So ist es ratsam, diese Stadt voller wunderbarer Bauten via Metro und zu Fuß zu entdecken. Und immer wieder Bistros und Cafés, die zum Verweilen einladen. Paris ist ohne Zweifel herrlich und verbindet das moderne Leben mit seiner großen Historie. Am Triumphbogen an der Place Charles-de-Gaulle brennt die „ewige Flamme“ in Erinnerung an den unbekannten Soldaten aus dem ersten Weltkrieg, dessen Grabmal hier zu finden ist. Kranzniederlegungen finden hier mehrmals im Jahr statt. Ironie der Geschichte: Dieser Platz, der heute inmitten des quirligen Lebens von Frankreichs Hauptstadt ein Ort der Erinnerung an Trauer und Leid geworden ist, wurde einst von Napoleon nach der Schlacht von Austerlitz zur Verherrlichung seiner Siege 1806 in Auftrag gegeben.

Doch hinfort mit den Gedanken an solche grauen Zeiten. Paris ist voll von Romantik. Mit Blick auf den Eiffelturm, in einem Bistro oder Café sitzend, französischen Rotwein und Baguette oder Café au lait und Croissant genießend, wird der Aufenthalt in dieser Stadt zu einem Vergnügen par excellence. Paris ist in all seinen Facetten großartig – und, ja, durchaus zum Verlieben.

Wie London. Und St. Petersburg. Städtereisen sind einfach wunderbar. Man lernt Menschen kennen, man spürt den Pulsschlag der Metropolen, man genießt Kultur und gutes Essen, man zieht seine eigenen Bahnen mit Genuss und Hingabe.

Städtereisen = Leserreisen! Dewezet und Pyrmonter Nachrichten bieten in Kooperation mit den Reiseveranstaltern Mondial Tours und AKE Eisenbahntouristik unvergessliche Reisen an. In den Preisen enthaltene Leistungen sind unter anderem Taxi- und Busservice, Hin- und Rückflüge beziehungsweise -fahrten, Übernachtungen in guten bis sehr guten Hotels und deutsch sprechende Reiseleitung. Mehr Informationen erfahren Sie, liebe Leserin, lieber Leser, in den Geschäftsstellen von Dewezet (Osterstraße Hameln) und Pyrmonter Nachrichten (Rathausplatz Bad Pyrmont sowie unter der -Hotline 0 51 51 / 200-555.

Flugreise nach Rom vom 23. bis 27. März 2013 ab 695 Euro pro Person im Doppelzimmer

Flugreise nach London vom 6. bis 9. Juni 2013 ab 699 Euro pro Person im Doppelzimmer

Flugreise nach Paris vom 3. bis 7. Juli 2013 ab 795 Euro pro Person im Doppelzimmer

Flugreise nach Moskau und St. Petersburg vom 6. bis 12. September 2013 ab 979 Euro pro Person im Doppelzimmer

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Sonderzugreise nach Montreux vom 16. bis 22. Oktober 2013 ab 1399 Euro pro Person im Doppelzimmer



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