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Zehnte Landesfeuerwehrwettkämpfe: Auf dem Festplatz in Stadthagen treten 540 Akteure an

Möllenbecker Team holt tollen dritten Platz

Stadthagen (sk). Mit viel Wasser, sowohl vom Himmel als auch aus den Strahlrohren, mit enormem Einsatz der Wettbewerbsteilnehmer, der Organisatoren und 200 Helfer sind gestern die 10. Landesfeuerwehrwettkämpfe auf dem Festplatz reibungslos abgelaufen.

veröffentlicht am 10.09.2007 um 00:00 Uhr

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60 Mannschaften, je 30 in den Kategorien TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) und LF (Löschfahrzeug), aus ganz Niedersachsen traten an. Als einzige Mannschaft aus Schaumburg hatte sich das Team der Freiwilligen Feuerwehr Möllenbeck für den Landesentscheid qualifiziert - und in der Kategorie LF einen tollen dritten Platz abgeräumt. Bereits um 3 Uhr am Sonntag hatte sich das Möllenbecker Team getroffen, um noch eine Übungseinheit einzulegen, so Betreuer Patrick Novotny. Gegen 6.15 Uhr trafen die Möllenbecker in Stadthagen ein - inklusive eines gut gelaunten Fan-Clubs - und mussten als erste Mannschaft auf dem Festplatz antreten. Als letzte Mannschaft ging das Team aus Bülkau im Landkreis Cuxhaven auf die 80 Meter lange Wettkampfbahn. Mit einem großen beschrifteten "Bülkau"-Transparent liefen zwei Kameraden anschließend über den Festplatz. Rita Steffens, Ehefrau des Bülkauer Ortsbrandmeisters, sah die Frage einer guten Platzierung salomonisch. Spontan und aus Überzeugung verkündete sie: "Die hier sind, haben schon alle gewonnen." Als Sieger der TSF-Gruppen ging schließlich das Team aus Garze (Landkreis Lüneburg) vom Platz, gefolgt von Kleinenheerse-Glissen (Landkreis Nienburg) und Ochtmannien (Landkreis Delmenhorst). Bei den LF-Mannschaften hatte Barum (Landkreis Uelzen) die Nase vorn. Den zweiten Platz belegte Römstedt, ebenfalls aus dem Landkreis Uelzen. Sehr zufrieden zeigte sich der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Hans Graulich, mit dem Ablauf des Wettkampftages und zollte der ausrichtenden Feuerwehr Stadthagen "absolute Hochachtung". In der Veranstaltung großer Wettbewerbe sei Stadthagen "erfahren und bewährt", so Stadtbrandmeister Rolf Bruns im Pressegespräch. Das "hervorragende Leistungsniveau" der niedersächsischen Feuerwehren lobte während eines Empfangs bei der Stadt Stadthagen am Sonntagmorgen Innenminister Uwe Schünemann. Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote drückte erwartungsgemäß und offiziell den Möllenbeckern für den anstehenden Wettkampf dieDaumen. Bei einem Sieg, so Grote, "geht heute Abend in Möllenbeck nicht das Licht aus." Vielleicht hat für eine lange Feiernacht auch der dritte Platz gereicht. Was Passanten als Vorführung im Rahmen der Landesmeisterschaften angesehen haben mögen, war am Sonntag auf dem Festplatz der Ernstfall. Dort landete gegen 17.15 Uhr ein Rettungshubschrauber aus Bielefeld, um eine kollabierte Zuschauerin aufzunehmen. Mehr als 2000 Menschen waren Zeugen der Rettung. Kurz vor der Siegerehrung, als sich Feuerwehr- und politische Prominenz bereits auf der Bühne eingefunden hatten, erklang aus dem Lautsprecher der Aufruf nach einem Arzt und Rettungskräften. Die Freundin eines Feuerwehrmanns aus Höfer war kollabiert. Der anwesende Sanitätsdienst und Rettungsassistenten der Ortsfeuerwehr Stadthagen konnten die Frau offenbar reanimieren. Der Notarzt forderte einen Rettungshubschrauber an. Dieser transportierte die Frau ins Klinikum Minden. Die Siegerehrung verzögerte sich um eine Stunde.

Schnelligkeit im Duett: Bei den Feuerwehrteams sitzt jeder Handg
  • Schnelligkeit im Duett: Bei den Feuerwehrteams sitzt jeder Handgriff.
Vor etlichen Zuschauern: Die Wettkampfteilnehmer verlegen lange
  • Vor etlichen Zuschauern: Die Wettkampfteilnehmer verlegen lange Schlauchbahnen.


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