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Theater-AG vom Vikilu ließ die Puppen tanzen

Moderne Alice-Variante

Hameln. „Hier sind alle verrückt. Ich bin verrückt. Du bist verrückt.“ Diese Aussagen der Grinsekatze beschreiben die Situation, in der sich Alice befindet, ziemlich gut. Eine modernere Adaption von „Alice im Wunderland“ hat die Theater- AG vom Vikilu an zwei Abenden in der Aula des Gymnasiums präsentiert. Unter der Regie von Marc Ende zeigten Schüler der Klassen 7 bis 10 auf amüsante Weise ihre Adaption des Klassikers von Lewis Caroll.

veröffentlicht am 20.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 09:21 Uhr

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In dem mit 45 Minuten kurz gehaltenen Theaterstück ging es um ein Mädchen, das von ihrer Mutter zu einem Potenzialentfaltungscoach geschickt wird, da die Tochter lieber ihren Tagträumen nachhängt, als sich auf die Aufnahmeprüfung eines Eliteinternats vorzubereiten. Auf der Couch berichtet Alice dem Therapeuten von dem Wunderland und seinen Einwohnern.

Marc Ende hat in dem Programmheft nicht zu viel versprochen. In diesem Theaterstück gerieten die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zunehmend ins Wanken. Die Hauptdarstellerin Patrizia Ber-hovski stellte Alice sehr überzeugend dar und nahm das Publikum mit. Vor allem das Ende war eindrucksvoll, als sie der imposanten Herzkönigin (überzeugend dargestellt von Dominique Eileen Fahs) mutig entgegentrat und siegte. Für Lacher sorgte immer wieder Janis Weninger als „Weißes Kaninchen“, das häufig an seiner riesigen Plüschmöhre knabberte. Auch die Lichttechnik und das Bühnenbild waren gut gewählt. Im starken Kontrast zum reduzierten Bühnenbild standen die aufwendigen und kreativen Kostüme und Masken, die von den Mitgliedern der AG selbst hergestellt worden waren. So agierten die Darsteller in der Croquet-Partie mit Aufblasflamingos und Igelbällen. Hinzu kommt die musikalische Untermalung. Leider konnte man die Darsteller manchmal nicht gut verstehen, da sie entweder zu leise gesprochen haben oder die Musik zu laut war, kritisiert Désirée Müller.



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