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Wolfgang Hein, Arif Sanal und Björn Schwamborn: Rintelns Möglichkeiten nutzen

Mobile Fahrradstation und Wasserfall: Marktplatz als Gastrozone neu gestalten

Rinteln (ur). Wer dieser Tage als Kenner der alten Universitäts- und Festungsstadt durch das Nachtleben von Bremerhaven streift, wird eine überraschende Begegnung erleben: Der angesagteste Club der Seestadt in allerbester Szenelage firmiert als "Bodega" - und das sogar mit demselben Logo wie in Rinteln.

veröffentlicht am 15.01.2008 um 00:00 Uhr

Der Marktplatz ist im Sommer mit seiner Außengastronomie Sammelp

Das Ganze ist weder Plagiat noch Zufall: Das seit fünf Jahren am hiesigen Markt existierende Bistro mit Cocktailbar hat sich in der Großstadt am Meer unter Führung von Arif Sanal und Björn Schwamborn sozusagen neu erfunden: Mit neuer Möblierung, einer attraktiven Lichtinszenierung durch LED-Elemente und mit neu komponierter Speisen- und Getränkekarte. "In einem neuen Laden lässt sich so etwas natürlich eher ausprobieren als in einem doch schon etablierten Unternehmen", räumt Sanal dazu ein. Und hat mit seinen Partnern inzwischen auch die ehemalige "Lokomotive" in Bad Nenndorf übernommen, um dort bis spätestens Mai die Konzeption der "neuen" Bodega umzusetzen und nach den dort gemachten Erfahrungen auch in Rinteln durch umfassende Neugestaltung der Räumlichkeiten am Markt zu realisieren: "Im Bereich der Erlebnisgastronomie gibt es keine Stagnation. Der Wettbewerb treibt uns da ebenso voran wie der eigene Wunsch, nach vorn zu orientieren - und auch auf die Herausforderung durch das Nichtrauchergesetz muss die Gastronomie neue Antworten geben." Man merke diese Faktoren schon: "Zwar können wir uns über die Resonanz im oberen Bereich mit Rauchberechtigung nicht beklagen, aber außerhalb der Wochenenden wirkt es unten mitunter recht übersichtlich - und da werden wir überlegen müssen, wie es durch räumliche und optische Veränderungen gelingen kann, die Stimmung von oben auch unten wirken zu lassen und unsere Cocktail-Kompetenz zu unterstreichen." In Verbindung mit dem Architekten und Designer Wolfgang Hein aus Obernkirchen berät Sanal derzeit darüber, wie diese Aufgabe gelöst werden kann. "Dabei haben wir sehr schnell bemerkt, dass wir die Bodega nicht neu erfinden können, ohne den Standort in der Altstadt von Rinteln zu bedenken. Und das gilt vor allem für die Bespielung des Marktplatzes als der eigentlichen Bühne der Stadt." Radwanderweg, Stadt am Fluss - das alles gelte auch für Hameln, Minden und andere Städte am Weserlauf - die enge Verbindung von Weser und Wanderweg zur Altstadt über eine klare Achse aber gäbe es so nur in Rinteln: "Und mit diesem Pfund wird die Stadt wuchern müssen!" Weshalb Sanal und Hein unter anderem vorschlagen, eine mobile Fahrradstation zu schaffen und den Innenraum des Marktplatzes als städtische Gastrozone unter freiem Himmel auszuweisen, während drumherum Radfahrer und Fußgänger flanieren und die Belieferung gesichert werden kann: "Als Attraktion können wir uns auch noch eine Art Wasserfall-Skulptur vorstellen, die für Frische und Lebendigkeit steht." Unmittelbar vor den Lokalen sollten nur noch wenige Tischreihen stehen, um den Platz nicht zu sehr einzuengen. Sanal will in den nächsten Wochen für dieses Konzept "Klinken putzen gehen" bei Verwaltung, bei Innenstadt-Anliegern und Kollegen: "Natürlich lassen wir uns dabei gern weitere Anregungen geben - wichtig ist am Ende nur, dass man die besonderen Chancen Rintelns erkennt und sich den Herausforderungen stellt!"

Arif Sanal
  • Arif Sanal


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