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Edeltraut Müller zur CDU-Kritik: Es wurde ohne Kinder-, Jugend- und Bürgerbeteiligung geplant

"Mittel könnten heute anders ausgeben werden"

Bückeburg (thm). "Mit Blick nach vorne" agiere sie, weist Edeltraut Müller, Bückeburger Spitzenkandidatin der Bürgerinitiative "Wir in Schaumburg", den Anwurf von CDU-Fraktionschef Christopher Wuttke zurück, sie betreibe "Wahlkampf mit Blick nach hinten" (wir berichteten). In dem Streit geht's um die Bushaltestellen in der oberen Langen Straße.

veröffentlicht am 11.04.2006 um 00:00 Uhr

Nadelöhr Haltestelle: Busse links, Verkaufsständer rechts, einka

Während Wuttke die Analyse der Ex-Bürgermeisterin moniert, in der sie den Ist-Zustand als unzureichend beschreibt, obwohl der Stadtrat unlängst ein umfangreiches Maßnahmenpaket "auf Initiative der Gruppe CDU/BfB" zum Verbessern der Lage beschlossen habe, legt Müller ihrerseits Wert darauf, dassdie Urheberschaft in dieser Frage deutlich wird - unter anderem ihre Urheberschaft. Müller erinnert an das "diskussionswürdige Konzept", welches der Verkehrsplaner Dargel vor Jahren zur Umgestaltung der oberen Langen Straße vorgelegt hatte. Es sah unter anderem verschiedene Busbuchten vor, "um die tägliche, schwierige Situation im Bereich der Bushaltestellen zu entzerren". Die Verwaltung und die Mehrheit des Rates hatten dieses Konzept abgelehnt, "was ich persönlich sehr bedauert habe", so Müller. Wuttkes Vorwurf, sie handele "unschicklich", wenn sieöffentlich den Eindruck erwecke, die Bückeburger Politik plane an den Bürgern vorbei, begegnet Edeltraut Müller mit dem Hinweis auf den Fortgang der Planung nach Ablehnen des Dargel-Entwurfs: "Danach plante das Büro Lepére ohne Bürgerbeteiligung." Mit der Folge, dass der Umbau oberen Langen Straße zwar gelungen, das "Problem an den Haltestellen aber nicht gelöst" sei. Auf diesen Umstand habe sie bereits im Mai 2004 in ihrer Rede zur offiziellen Verkehrsfreigabe der sanierten oberen Langen Straße hingewiesen. Müller: "Ich habe mein Bedauern zum Ausdruck gebracht, dass die Planungen ohne Kinder-, Jugend- und Bürgerbeteiligung durchgeführt wurden, da viele Schüler und andere Fahrgäste täglich den Straßenraum nutzen und sie sicher praktikable Lösungsvorschläge machen könnten. Diese Forderung werde ich so lange aufrecht erhalten, bis entsprechende Umplanungen erfolgen." Hätte man damals richtig geplant, argumentiert Müller weiter, wären diese Kosten über Sanierungsmittel abgerechnet worden. Die jetzt vorgesehenen Gelder hätten dann für andere Maßnahmen im Bereich Bushaltestellen verwendet werden können. Dennoch:Müller begrüßt es ausdrücklich, wenn die Mehrheitsgruppe jetzt ihren Forderungen folgt: "Die Verwaltung hatte nur das Aufstellen von zwei Bänken vorgesehen."

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