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Mittags soll Warmes auf den Tisch

Nienstädt (gus). Der Kinder- und Jugendausschuss der Gemeinde Nienstädt hat sich dafür ausgesprochen, dass das Mittagessen im Schülerhort zur Pflicht für alle dort betreuten Kinder wird. Wie die Kindertagesstätten der Gemeinde es mit den Jungen und Mädchen handhaben, die dort länger als fünf Stunden am Tag zubringen, bleibt den Kitas überlassen.

veröffentlicht am 23.02.2011 um 00:00 Uhr

Damit steht der Gemeinderat vor einem abweichenden Beschluss verglichen mit dem für die Kindertagesstätte Bergkrug. Die Gemeinden Helpsen und Seggebruch hatten entschieden, dass dort – auf Wunsch der Erzieherinnen – alle Kinder am Mittagessen teilnehmen müssen, die über die Mittagszeit in der Betreuungseinrichtung verweilen.

Fast Körperverletzung

Begründet wurde dies mit dem möglichen Neid, wenn einige Kinder warmes Essen bekommen und andere „nur“ ihr Butterbrot aus der Tasche holen. Ähnlich äußerten sich die Ausschussmitglieder in Nienstädt zur Entscheidung, das Mittagessen zur Pflichtveranstaltung im Hort zu machen. Leiterin Anett Panten wies zudem darauf hin, dass die Kosten von 2,50 Euro pro Hortmahlzeit vom Jugendamt bezuschusst werden, wenn sich Eltern die Bezahlung nicht leisten können.

„Die Kinder sind genauso lange auf den Beinen wie Berufstätige. Ohne Warme Mahlzeit, das gleicht schon fast Körperverletzung“, richtete Karlheinz Volksdorf (CDU) ein Signal auch an die Kitas. Ausschussvorsitzende Heike Kording (SPD) fügte hinzu, dass ein warmes Mittagessen für alle auch im Sinne gesunder Ernährung ratsam ist.

Panten erläuterte dem Ausschuss auch, dass die tageweise Buchung des Hortes nicht mehr möglich ist. Nur dreitägige oder fünftägige Belegung eines Platzes seien möglich, zudem gebe es nur noch die Betreuungszeiten bis 15.30 und bis 17.30 Uhr. Panten nannte organisatorische Gründe. Zudem gehe der Trend ohnehin zur Vollbelegung eines Hortplatzes.



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