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GW Stadthagen in Schaumburg immer noch der größte Verein / Zahlreiche Vereine haben Existenzsorgen

Mitglieder unter die magische 4000-Grenze gesunken

Tennis (nem). Obwohl der Kreisfachverband Tennis im laufenden Jahr mit 3952 Mitgliedern unter die magische 4000-Grenze gesunken ist, steht der Kreisfachverband im Bezirk Hannover mit seinen 41163 Tennisspielern noch recht gut da. Die Abnahme in Schaumburg im Vergleich zum Vorjahr betrug -1,5 % oder 61 Personen. Besser unter sieben Kreisen ist nur Nienburg (-1,2 %). Am schlechtesten schnitten Hannover Stadt (-4,2 %), Holzminden (-5 %) und Hameln-Pyrmont (-6 %) ab. Der Durchschnitt im Bezirk Hannover betrug -3,5 %.

veröffentlicht am 19.09.2007 um 00:00 Uhr

GW Stadthagen ist mit 401 Mitgliedern nicht nur nach wie vor der größte Tennisverein in Schaumburg, sondern er gehört auch zu den nur noch sechs Vereinen im gesamten Bezirk, der mehr als 400 Mitglieder hat. Auf Platz zwei folgt in Schaumburg die SG Rodenberg (282), die RW Rinteln (261) vom zweiten Platz verdrängt hat. Auch der Bückeburger TV (240) steht noch recht gut da. Durchaus zufrieden sind die Vereine TuS Niedernwöhren (195), TC Obernkirchen (188), TC Meerbeck (162) und ETSV Haste (157), sowie Victoria Lauenau (145) und der TSV Liekwegen (140). Es folgen eine Reihe von schaumburger Vereinen, die durchaus noch in der Lage sind, Mannschaften zu bilden und Jugendarbeit zu betreiben: TC Bad Eilsen (122), BW Bad Nenndorf (113), Eintracht Exten (111) und TuS Südhorsten (104). Erhebliche Sorgen müssen sich dagegen Vereine machen, die bereits weniger als 100 Mitglieder haben. Hier fällt es häufig schwer, Mannschaften zusammen zu bekommen und die aufwendige Platzpflege zu betreiben, was überwiegend in Eigenarbeit geschieht: Dazu gehören: TuS Sülbeck/SV Nienstädt (95), die sich bereitszusammengeschlossen haben, TSV Hespe (92), SV Engern (90), TuS Rehren A.O. (86), Beckedorfer SV (85), Fortuna Lauenhagen (81), TSV Riepen (77) und der TuS Kreuzriehe/Helsinghausen (70). Ernste Sorgen müssen sich besonders die Vereine machen, die weniger als 70 Mitglieder haben und in der Regel auch keine Jugendmannschaften: RW Sachsenhagen (68), TV Bergkrug (62), Luhdener SV (61), TSV Steinbergen (58), TSV Ahnsen (57), VfL Bückeburg (57) und VfR Evesen (51). Echte Existenzsorgen setzen jedoch ein, wenn die Zahl unter 50 Mitglieder fällt. Hier ist - wenn überhaupt - in den meisten Fällen nur noch eine Mannschaft in den Altersklassen am Start, um die jedes Jahr neu gekämpft werden muss: TC Apelern (46), VfL Bad Nenndorf (43), MTV Auhagen (26), FC Hevesen (26) und DSC Feggendorf (25). Hier kann eigentlich nur die Kooperation mit Nachbarvereinen dasÜberleben sichern, wovon allerdings viel zu selten Gebrauch gemacht wird. Ein ganz wichtiges Indiz für die Gefährdung eines Vereines ist die Jugendarbeit. Von den 36 Schaumburger Vereinen haben 18 Vereine nicht eine einzige Jugendmannschaft gemeldet. Man kann sich leicht ausrechnen, dass diese Tatsache auf die Dauer absolut gefährlich werden kann. Dabei ist speziell die Arbeit im Bambini-Bereich relativ einfach, um neue und vor allen Dingen junge Mitglieder zu gewinnen, was leider immer noch viel zu selten geschieht.



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