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Kinderschutzbund Schaumburg feiert 15-jähriges Bestehen in der Alten Polizei

"Mitglied werden - aus Egoismus"

Stadthagen (lmh). "Wir haben jetzt 15 Jahre lang das volle Leben gehabt, mit ganz viel Spaß, auch Trauer und Wut, aber vor allem Freude", hat Georgia Hasse, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Schaumburg, zusammengefasst, als sie Mitglieder und Sympathisanten des Vereins zu einem Empfang in der Alten Polizei begrüßte.

veröffentlicht am 10.11.2008 um 00:00 Uhr

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"Der Kinderschutzbund hat damals die Zeichen der Zeit erkannt", lobte die stellvertretende Bürgermeisterin Renate Jobst und bezog sich damit auf die Vorreiterrolle, die der Verein in Sachen Prävention im frühen Kindesalter landesweit gespielt hat. Sie überbrachte Hasse einen Scheck als "Blumenstrauß der viereckigen Art" und bat im Gegenzug um ein Beitrittsformular. "Vor fünf Jahren, beim letzten Jubiläum, hab ich hier gestanden und mich geschämt, dass ich selbst noch kein Mitglied war", erzählte Rudolf Krewer, der die Gäste als Moderator durch den Abend führte. "Ich finde, alle Lehrer und Erzieher sollten Mitglied werden, und alle Kinderlosen auch - aus puremEgoismus, denn dass Kinder unsere Zukunft sind, gilt ja für alle in der immer älter werdenden Gesellschaft." Kreisjugendpfleger Walter Ostermeier lobte die bundesweiten Bestrebungen des Kinderschutzbundes, die Kinderrechte in die Verfassung aufnehmen zu lassen. "Beim nächsten Jubiläum stoßen wir dann gemeinsam auf diesen Erfolg an", prophezeite er. Barbara Kraikenbergüberbrachte Glückwünsche von der Landesebene des Kinderschutzbundes - und ihre ganz persönliche Gratulation. Die Lauenauerin hatte 1998 als ABM-Kraft beim Kinderschutzbund Schaumburg angefangen, bevor sie als Referentin zum Landesverband wechselte. "Der Kinderschutzbund hat sich in den vergangenen 15 Jahren sehr gewandelt: weg von einem beschützenden, hin zu einem lebendigen Leitbild, das alle Kinder auch aktiv mitgestalten können", berichtete sie in ihrer Ansprache. Georgia Hasse hob in ihren Grußworten hervor, wie wichtig die Arbeit des Vereins nach wie vor sei. "Wenn man von Kinderarmut spricht, dann braucht man nicht in die Medien oder auf die Ballungsgebiete sehen. Ich weiß hier in Schaumburg von Kindern, die hungrig in die Schule gehen. Und es geht nicht nur um materielle, sondern auch um emotionale Armut." Der Kinderschutzbund Schaumburg bemüht sich, diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und bietet im Familienzentrum an der Bahnhofstraße Familien mit Problemen konkrete Hilfestellungen an.



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