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Das Geld aus der Benefiz-Weihnachtsaktion von Dewezet und Radio Aktiv fließt in vier Projekte

Mit „Wunschpunsch“ werden Träume wahr

Hameln-Pyrmont (kar). Musik tut gut. Und „Wunschpunsch“ außerdem etwas Gutes. Denn mit der Weihnachtsaktion von Dewezet und Radio Aktiv werden Menschen unterstützt, die sich mit beispielhaften Projekten für andere einsetzen, ihnen Chancen und Perspektiven geben. Mit geringen Mitteln kann da schon sehr viel Gutes getan werden. Auch in diesem Jahr erhielten wir Bewerbungen aus den Bereichen Umwelt, Kultur, Sport, Kinder- und Jugendarbeit oder anderen sozialen Bereichen: 22 Projekte musste die Jury aus Karsten Holexa (Geschäftsführer von Radio Aktiv), Julia Niemeyer (Dewezet-Chefredakteurin), Heidi Pomowski (Dezernatsleiterin des Landkreises für Jugend, Soziales und Schulen) und Norbert Raabe (Geschäftsführer des Paritätischen Hameln-Pyrmont) unter die Lupe nehmen. Jetzt ist die Entscheidung gefallen: Der Erlös aus der „Wunschpunsch“-Aktion fließt in vier Projekte:

veröffentlicht am 02.11.2009 um 10:30 Uhr
aktualisiert am 25.11.2009 um 14:04 Uhr

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Die Hamelner Tafel will bedürftige Bürger, die sie seit 10 Jahren mit Lebensmitteln versorgt, nicht länger im Regen stehen lassen: „Aufgrund unserer beengten räumlichen Situation in der Ruthenstraße können nur etwa acht Personen gleichzeitig in dem Laden versorgt werden“, sagt Hartmut Kahle, Vorsitzender der Hamelner Tafel: „Dadurch kommt es zu Wartezeiten vor der Tür.“ Bei schlechtem Wetter müssen sich die Wartenden dann nassregnen lassen. Diese Situation möchte die Tafel gern ändern: Mit Geld aus der „Wunsch-punsch“-Aktion könnte die Überdachung vor dem Laden bis zum Gebäude der Jugendwerkstatt erweitert werden. Versorgt werden von der Hamelner Tafel derzeit etwa 1400 Bedürftige, an die sie an vier Tagen in der Woche Lebensmittel ausgeben, die von heimischen Märkten und Fachgeschäften zur Verfügung gestellt werden.

„Schüler und Politik“ ist ein Thema, das in Zeiten des immer größer werdenden Desinteresses der Jugend an politischen Zusammenhängen keine Selbstverständlichkeit ist. Umso beachtlicher, dass es am Schiller-Gymnasium eine Arbeitsgemeinschaft aus 24 politikinteressierten Schülern gibt. Diese Politik-AG würde gern an der „Model United Nations Konferenz“ in den Osterferien in Schleswig-Holstein teilnehmen und bereitet sich jetzt schon in ihrer Freizeit darauf vor. Bei der Konferenz gilt es, in die Rolle von Diplomaten eines Mitgliedstaates der UN zu schlüpfen und dessen Interessen in simulierten Gremien wie Sicherheitsrat oder Generalversammlung möglichst authentisch zu vertreten. „Um dort aktiv und engagiert teilnehmen zu können, treffen wir uns regelmäßig, um die Gepflogenheiten der vertretenen Länder kennenzulernen und uns der Geschäftsordnung der Vereinten Nationen anzunähern“, erzählt Lennart Kruse von der AG. Die Teilnahme an der Konferenz in Schleswig-Holstein und die Unterbringung der Schüler kostet Geld. Die suchen daher für ihr Projekt Förderer und würden sich über eine Finanzspritze aus dem „Wunschpunsch“-Topf freuen.

Verkehrssicherheit und ein entsprechendes Training wird in der Grundschule Saaletal in Oldendorf groß geschrieben. Nachdem der Fahrradparcours auf dem Gelände der Schule jüngst auf Vordermann gebracht wurde, mangelt es jetzt noch an wichtigem Zubehör für die Schüler. Lehrmaterial wie Handbücher, Lehrhefte und Übungsbögen, aber auch Helme, Roller, Knieschützer oder drei Fahrräder für die Schüler stehen ganz oben auf der Wunschliste des Fördervereins der Grundschule Saaletal in Oldendorf e.V. Geld aus der „Wunsch-punsch“-Aktion könnte hier zur effektiven Verkehrserziehung der Schüler beitragen. „Und der Förderverein würde sich an Kosten beteiligen, wenn die Gesamtsumme nicht aufgebracht werden kann“, sagt Herbert Bartels, Vorstandsvorsitzender vom Förderverein.

Eine spannendes Projekt unter dem Oberthema „Integration“ schwebt fünf Schülerinnen der Fachschule Sozialpädagogik der Hamelner Elisabeth-Selbert-Schule vor, die zu Erzieherinnen ausgebildet werden: „Hundertwasser einmal anders“. Anlass ist der 10. Todestag des weltberühmten Wiener Künstlers. Geplant ist von den Schülerinnen fünf Werke Hundertwassers in Kleingruppen neu zu interpretieren: „Als Teilnehmer kommen eine Wohngruppe mit beeinträchtigten Erwachsenen infrage, aber auch ein heilpädagogischer oder integrativ arbeitender Kindergarten“, sagt Ann-Kathrin Zerr, eine der Schülerinnen, die das Projekt erarbeitet haben. Als Expertin für jeweils ein Bild führen die fünf angehenden Erzieherinnen zunächst in den Kleingruppen Gespräche über dieses Bild, bevor es in die aktive Malphase geht und die Teilnehmer ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Später sollen die Werke öffentlich ausgestellt werden. Ein Projekt, das schon mit wenig Geld umgesetzt werden kann: Die Schülerinnen wünschen sich Geld für Acryl- und Ölfarben, Keilrahmen und Pinsel.

Diese vier Projekte können mithilfe der „Wunsch-punsch“-Aktion zu Weihnachten Wirklichkeit werden. Denn da gibt es wieder Lieder für den guten Zweck, die Radio Aktiv an den Festtagen sendet. Zuvor aber stehen 1000 Musiktitel zur Auswahl. Diese Titelauswahl wird am 1. Dezember in einer Sonderbeilage veröffentlicht. Und dann sind Sie mit einem Euro pro Lied (oder auch mehreren für viele Lieder) dabei, können darüber abstimmen, welche 400 am häufigsten gewünschten Lieder zu den Festtagen gespielt werden. Jeder Euro pro Liedwunsch fließt in den „Wunschpunsch“-Topf, der den vier oben genannten Projekten zugute kommt.

Bei der Hamelner

Tafel werden Waren angeliefert: Hier stehen die Bedürftigen Schlange, wenn die Lebensmittel ausgegeben werden. Auch bei Regen. Mit dem Geld aus der „Wunschpunsch“-Aktion könnte die Überdachung vor dem Laden erweitert werden. Foto: Dana



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