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Büromöbelhersteller aus Marienau beschreitet neue Marketingwege / 600 Gäste bei Hausmesse

Mit „Winea Pro“ bundesweit auf Roadshow

Marienau (hen). Wini geht neue Wege – erstmals wird das Marienauer Familienunternehmen seine innovative Produktentwicklung „Winea Pro“ im Rahmen einer Roadshow in ganz Deutschland präsentieren. „Der Kunde muss also nicht zu uns kommen, wir kommen zu ihm“, erklärt Rudolf Bandick, kaufmännischer Geschäftsführer des Büromöbelherstellers. An voraussichtlich 25 Terminen werden ab Januar ein halbes Jahr lang Wini-Mitarbeiter mit einem Lkw und einer mobilen Präsentation das neueste Produkt aus dem Hause Wini an Händler und Kunden bringen.

veröffentlicht am 06.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2009 um 11:15 Uhr

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Vorab hatten sie jetzt bei der Hausmesse in Marienau Gelegenheit, die Neuentwicklung kennenzulernen. Rund 600 Gäste aus Deutschland und dem europäischen Ausland, darunter Architekten und Fachhändler, waren der Einladung ins Wini-Forum gefolgt und konnten sich vor Ort ein Bild von dem neuen Tischsystem machen – eine Linie, die zeitlos, aber vor allem variabel und damit absolut nutzerorientiert sein will. Gesamtverkaufsleiter Thomas Brühl moderierte die mit Interesse verfolgte Präsentation bei der Hausmesse, ergänzt durch einen eigens konzipierten Film, der auch bei der Roadshow zu sehen sein wird.

Zwei Jahre hatte es keine vergleichbare Produktinnovation aus dem Hause Wini gegeben; „alle Kräfte wurden gebündelt in das Projekt Winea Pro gesteckt“, sagt Bandick. Bei der Entwicklung habe man auf eine enge Zusammenarbeit mit Kunden gesetzt, sagt Geschäftsführerin Carolina Schmidt-Karsch, und bewusst die unterschiedlichsten Anforderungen zugrunde gelegt: Vor allem individuell soll das neue System sein. Schnelle Montage und Demontage sowie Umbaumöglichkeiten – auch das wird mit einem Team bei der Hausmesse und bei der Roadshow demonstriert. Motto: „Ein Bild sagt mehr als Worte“, so Brühl. Mit dem neuen Produkt und der neuen Marketingstrategie erhoffen sich die „Winis“, wie sich die Marienauer gerne selbst nennen, das Tal der Krise zu durchschreiten. „Die Büromöbelbranche hat es etwas später erwischt; sie verzeichnet etwa seit Januar etwa 25 bis 30 Prozent Minus bei den Umsätzen. In diesem Umfeld schwimmen wir mit“, sagt Bandick, ohne genauere Zahlen zu nennen. Wie berichtet, war im April eine Betriebsvereinbarung über Kurzarbeit geschlossen worden, zunächst bis Ende Oktober, die nun bis Juni 2010 verlängert wurde. „Im Sommer war die Auftragslage nicht besser; erfahrungsgemäß gibt es im November und Dezember durch die öffentlichen Endkunden – Behörden oder Krankenkassen, die noch Geld aus dem Jahres-Budget ausgeben wollen – eine Verbesserung der Auftragslage; das aber auch nur kurzfristig“, so der Geschäftsführer. Die Kurzarbeit kann in auslastungsstarken Wochen punktuell gelockert werden. Bandick betont, dass Wini mit der Kurzarbeit betriebsbedingte Kündigungen für die insgesamt 210 Mitarbeiter ausschließe – „denn dies ist schließlich Sinn der staatlichen Hilfen: Arbeitsplätze zu sichern“. Das Familienunternehmen sehe sich hier in der lokalen Verantwortung – und hofft, dass mit dem neuen Produkt der Prozess der branchenweiten Flaute in Marienau durchbrochen werden kann.

Gesamtvertriebsleiter Thomas Brühl (li.) präsentierte das neue Tischsystem. Werksdesigner Rico Möckel und Konstrukteur Gerald Emde (rechtes Foto, 1. u. 2. v. l.) stellten sich den Fragen der Fachhandelspartner.

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Gäste aus Deutschland und dem europäischen Ausland folgten der Einladung zur Hausmesse im Wini-Forum.

Dabei demonstrieren die Wini-Azubis (unten) mit schnellen Umbauten auch die Flexibilität und Modularität des neuen Tischsystems Winea Pro.

Fotos: hen

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