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Mongolei-Fahrer machen Station in Steinbergen / Ziel: Seidenstraße

Mit Waldmeistersirup eigene Wasseraufbereitung getestet

Steinbergen (wm). Für Ute Vogel und Andreas Bläse war auf dem Weg nach Russland, in die Mongolei, nach China und Indien eine der letzten Stationen in Deutschland Jürgen Kruska in Steinbergen, der unter Globetrottern als Wohnmobilspezialist einen guten Ruf genießt.

veröffentlicht am 09.03.2006 um 00:00 Uhr

Startklar: Im Heck des Toyota sind eine Wasseraufbereitungsanlag

40 000 Kilometer haben Ute Vogel und Andreas Bläse auf ihrer ersten Etappe vor zwei Jahren unter anderem durch Afrika und die arabischen Staaten zurückgelegt, 50 000 Kilometer wird wohl die zweite Etappe gen Osten lang werden, im Wesentlichen immer an der alten Seidenstraße entlang, einem Handelsweg aus dem Mittelalter. Die beiden wollten Jürgen Kruska in Steinbergen nicht nur "Auf Wiedersehen" bis in 18 Monaten sagen, sondern man tauschte auch Erfahrungen und Tipps aus - Kruska will demnächst mit einem selbstumgebauten Wohnmobil in den hohen Norden. Es sind vor allem die Pleiten und Pannen, die interessieren - will man sie doch künftig vermeiden. Das Ingenieurspaar - Ute Vogel arbeitet im Umweltamt, Andreas Bläse in der Nachrichtentechnik - ist mit einem Toyota Landcruiser ("Buschtaxi") unterwegs - ohne elektronische Bauteile, versteht sich, sagt Bläse, die wären unterwegs nämlich nicht zu reparieren. Stoßdämpfer, Lenkungsdämpfer, Reifen und das Toyota-Dach hätten sich bei der ersten großen Tour als Schwachpunkte erwiesen, schilderten die beiden Kruska - und ab Schuhgröße 44 aufwärts sei außerhalb Europas nichts mehr zu bekommen, Ersatzschuhe sollten sich Ostreisende also am besten von zu Hause mitnehmen. Die Wasseraufbereitungsanlage hat Bläse selber konstruiert und getestet - mit Waldmeistersirup. Am Ende kam tatsächlich klares Wasser ohne Geschmack heraus. Ein Solarpendel auf dem Dach sorgt unterwegs für Strom, und die "Waschmaschine" ist ebenfalls am Dachgepäckträger montiert. Auf Rüttelpisten geht es rund wie in einer Waschmaschinentrommel. Unterwegs will das Abenteurer-Paar für die Kinderhilfe in Afghanistan werben und sammeln und dort auch die Bundeswehr besuchen, rechtzeitig zum Beginn der Fußballweltmeisterschaft. Die Weiterreise der beiden von Steinbergen aus begannübrigens mit dem klassischen Stau auf der Autobahn im Auetal - es wird auf dem Weg nach China nicht der letzte gewesen sein. Die Abenteuer von Vogel und Bläse kann man laufend auf einer eigenen Seite im Internet verfolgen.

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