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Fragebogenaktion der Bürgerstiftung Schaumburg sucht Antworten

Mit Wahlen nichts am Hut - wieso?

Landkreis. Die Bürgerstiftung Schaumburg will mit einer Fragebogenaktion jungen Wahlverweigerern im Landkreis auf die Spur kommen und deren Gründe aufdecken. Dazu sagte Rudolf Krewer von der Bürgerstiftung, bezogen auf die geringe Wahlbeteiligung unlängst in Sachsen-Anhalt: "Wenn sich dieser Trend fortsetzt, dann gnade uns Gott!"

veröffentlicht am 07.05.2007 um 00:00 Uhr

Michaela Seidel (v.l.), Annika Müller, Isabel Scharunge und Laur

Die Idee, sich um die jungen Wahlverweigerer zu kümmern, sei auf einer Vorstandssitzung der Stiftung entstanden, so Krewer. Um den Gründen der Wahlabstinenz nachzuspüren, sollen 1200 Schaumburger Schülerinnen und Schüler ab der neunten Klasse befragt werden. Den Fragebogen haben vier Schülerinnen des Stadthäger Ratsgymnasiums zusamengestellt: Annika Müller (18), Isabel Scharunge (19), Michaela Seidel (18) und Laura Thies (18). Unterstützt wurden sie von ihrem Lehrer Hajo Bünte und einer Lerngruppe der Berufsbildenden Schule Stadthagen. Im Laufe der vergangenen vier Monate erarbeiteten die vier Schülerinnen den Bogen mit 21 Fragen. Darin werden Aussagen gemacht wie etwa "Ich habe Vertrauen in Politiker". Abgefragt wird dann, ob den 21 Aussagen zugestimmt wird oder nicht. Höchstens 15 Minuten benötigen die Schüler zum Ausfüllen des Bogens, schätzt Isabel Scharunge. "Wir haben darauf geachtet, dass bei den Fragen keine Missverständnisse aufkommen", fügt Annika Müller hinzu. Die Arbeit hätten die Gymnasiastinnen neben dem Unterricht geleistet, lobte Lehrer Bünte das Engagement der Schülerinnen. Die Fragbögen gehen nun an die Schulen im Landkreis mit der Bitte sie durch Schüler ausfüllen zu lassen, sagte Krewer. Mit ersten Rückläufern rechnet Bünte noch im Mai. Wenn alle Fragebögen ausgefüllt zurück sind, soll eine 10. Klasse des Ratsgymnasiums im Mathekurs die Bögen mit Hilfe einer Software auswerten.



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