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So sehen Sieger aus / Beim Dewezet-Quiz auf der IMA glänzen die Schüler mit Wissen

Mit vollem Einsatz zum „Super-Azubi“

Hameln. Nein, einen Publikumsjoker gibt es nicht, „beim Bewerbungsgespräch müsst ihr ja schließlich auch alleine da durch“, erklärt Moderator Julian Mau die Regeln beim großen Dewezet-Quiz auf der IMA, der Informationsmesse für Ausbildung in der Eugen-Reintjes-Schule. Mit vollem Eifer stürzen sich die Schüler in die Fragerunden und auf die Klingel auf dem Tisch in der Mitte. Wer zuerst draufschlägt, ist dran …

veröffentlicht am 25.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Birte Hansen

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Reporterin zur Autorenseite

„Wie heißt die Bundeskanzlerin von Deutschland?“ „Angela Merkel!“ „Richtig.“ Das gibt einen Punkt. Für falsche Antworten gibt’s dagegen Minuspunkte. Einigen ist das egal, sie raten einfach munter drauf los oder müssen erst einmal die Begriffe klären: „Welcher heimische Fußball-Club hat gegen Wolfsburg gespielt?“, will Julian Mau wissen, erwartet die Antwort „Preußen 07“ und muss dann erst einmal eine ganz andere Frage beantworten: „Was is’n heimisch?“ Andere Antworten kommen hingegen wie aus der Pistole geschossen. „Wie heißt die Darstellerin von Hannah Montana?“ „Miley Cyrus!“ Auch das gab Punkte.

Über 100 Fragen hatte die Dewezet zusammengestellt, mit der die angehenden Azubis ihre Allgemeinbildung unter Beweis stellen konnten. Sie hatten sich vorher angemeldet und für die Vorbereitung die Dewezet zwei Wochen lang kostenlos bekommen. Fast 50 Schüler traten beim Quiz an: drei Gruppen nahmen von den Hauptschulen des Landkreises teil, drei von den Realschulen, und es gab eine kleine Runde à drei Gymnasiasten der Eugen-Reintjes-Schule und der Handelslehranstalt. Etliche Mitschüler unterstützten ihre Kandidaten, feuerten an, fieberten mit. Es ging um einiges. Als Moderator Mau das noch einmal deutlich machte – „die Preise sind mehrere Hundert Euro wert!“ – wurde der Einsatz gleich noch größer.

„Die Frisur ist doch ganz o.k.“

„Was wird Sonntag in Deutschland gewählt?“, „Was bedeutet die Abkürzung DGB?“, „Wie wird der Verteidigungspakt genannt, dem unter anderem die USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland angehören?“, „Wie wird das Virus H1N1 umgangssprachlich genannt?“, „Was bedeutet das Kurzwort Alg zwei, und wie wird es noch genannt?“ – die Fragen deckten sämtliche Bereiche ab. Und Zinur Cicek (16) von der Pestalozzi-Schule konnte jede Menge davon beantworten. Die Hauptschülerin antwortete sich auf den ersten Platz in ihrer Gruppe und freute sich riesig über die Preise: ein Bewerbungscoaching von einer Beraterin der Hamelner TransFormaSyndikat GmbH, einen Knigge-Kurs bei der Tanzschule Für Sie, einen Shopping-Gutschein für das Modehaus Wellner, ein Besuch beim Friseur Coiffeur M und ein Halbjahres-Abo der Dewezet – alles, um fürs Bewerbungsgespräch gewappnet zu sein. Beworben hat sich Zinur auch schon, aber noch keine Antwort bekommen. Ihr Ziel: medizinische Fachangestellte zu werden. Dafür hat sie auch schon Praktika bei Ärzten absolviert.

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Siegerin der Hauptschulen: Zinur Cicek mit Bogdan Plotnikow (li.) und Adrian Buga (alle von der Pestalozzi-Schule).

Den ersten Platz bei den Realschülern belegte Lucas Aschenbach (15) von der Theodor-Heuss-Realschule. Sein Plan: Abi zu machen und Geschichte zu studieren. So richtig viel schien er mit dem Gewinn auf Anhieb nichts anfangen zu können. Er teilte seinen Preis kurzerhand mit den anderen beiden Finalisten: Ann Christin Habenicht (Eugen-Reintjes-Schule) wollte unbedingt das Dewezet-Abo haben, Melissa Bellingham (Theodor-Heuss) geht demnächst zum Friseur und Lucas selbst will dann doch den Knigge-Kurs besuchen. „Unter der Bedingung, dass ich nicht tanzen muss!“

Von den drei Gymnasiasten konnte Christian Schreiber (19) die meisten Fragen beantworten und freut sich jetzt vor allem auf das Bewerbungscoaching, „damit ich beim Vorstellungsgespräch keine bösen Überraschungen erlebe“, wie er sagte. Aber erst einmal wolle er studieren.

Die Stimmung war bei allen gut, und auch dem Moderator Julian Mau hat’s Spaß gemacht. „Ich hätte auch nicht alles gewusst“, gibt der Volontär, der gerade bei der Dewezet zum Redakteur ausgebildet wird, zu. Aber dass die CDU nicht die Fußball-Bundesliga anführt, schon. Und auch, dass die Elbe nicht durch Hameln fließt …

Auf der IMA können sich Schüler heute von 9 bis 14 Uhr an der Eugen-Reintjes-Schule, Breslauer Allee, rund um Ausbildungsthemen informieren. Bei der Dewezet im Raum B114 gibt es dann Tipps von Profis fürs Aussehen und Auftreten beim Vorstellungsgespräch.

Gewinner der Realschüler: Lucas Aschenbach mit Ann Christin Habenicht (li.) und Melissa Bellingham.

Die Zweit- und Drittplatzierten erhielten jeweils einen Gutschein fürs Dewezet-Café.

„Erste!“ Ann Christin Habenicht (li.) erreicht die Klingel vor den anderen. Sie hatte sich richtig auf die Quizrunden vorbereitet und zwei Wochen lang die Dewezet regelrecht studiert.

Fotos: mj



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