weather-image
NABU gibt dem Waldkindergarten am Ith einen ganz besonderen Nistkasten

Mit versteckter Kamera

COPPENBRÜGGE. „Es wäre einfach schön, in den Nistkasten von Frau Meise hineinschauen zu können“, überlegen die Waldkinder und schauten durch die selbstgezimmerte Vogelbeobachtungsstation auf das Flugloch der Vogelfamilie.

veröffentlicht am 29.06.2017 um 00:00 Uhr

Das Objektiv der Kamera versteckt sich in dem Nistkasten. FOTO: Anne Gerhardt/PR

Im Rahmen des Projektes beschäftigen sich die Kinder intensiv mit dem Leben der Meisen, Amseln, Zaunkönig und Rotkehlchen.

Daher freuten sich die Kinder sehr, als Günter Blötz vom Naturschutzbund Coppenbrügge/Salzhemmendorf ihnen einen Nistkasten mit Kamera am Bauwagen überreichte. „Dies ist der letzte von fünf Nistkästen, die von der Bingo-Stiftung für Naturschutzarbeit nun in Betrieb genommen werden. Mithilfe der Kamera erhalten Kinder und Erwachsene einen wunderbaren Einblick in die Bruttätigkeit der Vögel!“, sagt Blötz.

Die Waldkinder beschäftigen sich seit dem Winter mit den gefiederten Freunden. Sie beobachteten und entdeckten, fütterten im Winter, bauten die unterschiedlichsten Nisthilfen, zum Beispiel aus Weide ein kleines Brut-Körbchen für den Zaunkönig, versuchten sich selber mit Pappflügel und bauten sich riesige Nester, in denen sie stundenlang spielten. Mit selbst gemachten Nudeln wurde das „Regenwurmessen“ ohne Hände erprobt. Helen (6) hat gerade ein Stück Vogelschale gefunden und schaut im selbst gebastelten Vogelmemory nach, von welchem Vogel es sein könnte.

„Die Kinder sind schon richtige Speziallisten und wir lernen auch wieder jede Menge Neues!“, freuen sich die Erzieherinnen Rennemann und Gerhardt-Rodewald. „Dieser Nistkasten wird eine wunderbare Vertiefung sein. Wir freuen uns schon auf die Solarzelle, die dann die Kamera mit Strom versorgen wird. Dankeschön an den Nabu!“

Am Samstag, 2. September, feiert der Waldkindergarten am Ith sein 20-jähriges Bestehen. Der Verein ist Träger einer der ersten Waldkindergärten in Deutschland, wahrscheinlich das Kolleginnenteam, das am längsten in diesem Rahmen zusammenarbeitet und es gibt viel zu erzählen, was sich im Laufe der 20 Jahre und im Hinblick auf die Entwicklung verändert hat.PR

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare