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Mit U2 auf der Bühne, mit Lederhosen in Obernkirchen und ohne Diplomatenauto

Tausende von Frauen dürften sie in diesem Augenblick beneidet haben – und sich gewünscht haben, an ihrer Stelle zu sein: Beim U2-Konzert in Hannover ist die Rintelnerin Nicole Schilawa von Sänger Bono auf die Bühne geholt worden. Vor den Augen der knapp 60 000 Zuschauer in der AWD-Arena ergriff der Superstar den Arm der Schaumburgerin, zog sie zu sich auf die 360-Grad-Bühne, legte den Arm um sie und ging ein paar Schritte mit ihr. „Das war unglaublich, völlig irreal“, schwärmt Nicole Schilawa. Allerdings: So toll das Erlebnis für die 28-Jährige auch war – im Wortsinn „einmalig“ war es nicht: Schon vor zehn Jahren war Nicole Schilawa bei einem Konzert auf die Bühne geholt worden – damals von Bryan Adams.

veröffentlicht am 25.09.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.02.2011 um 14:03 Uhr

Wer Jörg und Michaela Nitsche vor einem Jahrzehnt prophezeit hätte, dass das von ihnen organisierte Oktoberfest in der Obernkirchener Liethhalle einen zehnjährigen Geburtstag feiern würde, der hätte wohl ein ungläubiges Stirnrunzeln geerntet. Am letzten Wochenende konnte nun ganz entspannt Zehnjähriges gefeiert werden, das Fest war schon Wochen vorher ausverkauft. Und das Ehepaar Nitsche löste eine Wette ein, die sie vor dem ersten Fest angeboten hatten: Wenn es wirklich eine zehnte Auflage geben würde, dann würden beiden im bayrischen Outfit erscheinen. Gesagt, getan.

Cammers Ortsbürgermeister Friedrich Rösener sorgt sich über die Einhaltung des Protokolls. Stein des Anstoßes war die von der örtlichen Dorfjugend um Jan Deppermann, Nico Stahlhut und Kai Kellermeier im Rahmen des Cammeruner Erntefestes festgelegte Reihenfolge der Festredner. Rösener monierte, zwar mit humoristischem Unterton in der Sache aber doch unmissverständlich, dass er vor Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach hätte zu Wort kommen müssen.

„Das muss einmal gesagt und geschrieben werden“, bemerkte der Beschwerdeführer. Brombach seinerseits zog die Aufmerksamkeit des Publikums zunächst durch unvorteilhaftes Parken auf sich. Hier half dem Stadtoberhaupt – „den Wagen hat wohl meine Frau dort abgestellt“ – Ratsherr Axel Wohlgemut aus der Patsche, der das Fahrzeug auf den nächsten freien Parkplatz chauffierte.

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Sorgt sich um die Einhaltung des Protokolls: Cammers Bürgermeister Friedrich Rösener.

Dass dieser erst beinahe an der Ortsausgangsgrenze zu finden war und Brombach somit in den Genuss eines ausgedehnten Spaziergangs kam, quittierte Ortsbürgermeister Rösener (außerhalb des Protokolls) mit einem vielsagenden Schmunzeln.

Bei der Begrüßung der Teilnehmer an der Integrationsdiskussion in der Rintelner Burghofklinik wies Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan auf „Ihren Landrat Klaus-Dieter Drewes“ hin. Kurz darauf muss ihr jemand die Sachlage erklärt haben, denn sie ruderte diplomatisch zurück: „Entschuldigung, ich meinte Ihren Landratskandidaten. Ich will hier auf keinen Fall ein falsches Zeichen setzen.“ Drewes, der neben ihr saß, schien an der ersten Formulierung aber durchaus Gefallen gefunden zu haben.

Nun fällt auch das letzte Relikt des ehemaligen Diplomaten-Status’ weg: Dieter F. Kindermann, jahrelang Konsul von Kasachstan, verkauft seinen Mercedes mit Diplomatenkennzeichen, das ja traditionell vor Knöllchen schützen soll. „Schade, das Kennzeichen darf man auf keinen anderen Wagen übertragen, und auch der Käufer des Autos wird es nicht weiterbenutzen können“, erklärt Kindermann mit etwas Wehmut in der Stimme.

Als Vater mit unternehmerischen Ambitionen und Aktivitäten im „Unruhestand“ bezeichnete sich Friedhelm Rose gestern bei der Vorstellung des Erweiterungsbaus der Firma Rolec im Rintelner Industriegebiet. Der Umbau sei zum großen Teil auch ein Neubau. Dieser sei das Ergebnis der „geballten Erfahrungen der Rose-Familie und ihres tatkräftigen Architekten Peter Kühnen“ aus Petershagen-Friedewalde. „Alle reden von der Verlängerung der Arbeitszeit nach Erreichen des Rentenalters – Peter Kühnen und ich praktizieren sie.“



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