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Weser neu entdecken: Kunst leistet ihren Beitrag / Paddelaktion von Eg Witt am Sonnabend

Mit Trommeln und Gesang gegen den Strom

Rinteln (ur). Bei mediterranen Temperaturen von Luft und Wasser herrschen denkbar günstige Voraussetzungen für die von Eg Witt initiierte Aktion "STROMstelle", die am Sonnabend, 8. Juli, zwischen 10 und 13.30 Uhr beim Sportbootanleger am Weser-anger über die Bühne und über das Wasser gehen soll.

veröffentlicht am 04.07.2006 um 00:00 Uhr

Die "Bongo Tigers" machen den Fluss-Rhythmus hörbar. Foto: tol

Rund zwanzig Menschen werden dabei gegen den Strom paddeln - nicht im Sinne einer sportlichen Auseinandersetzung (bei der wohl die Weser gewinnen würde), sondern mit der von Witt formulierten Intention, "dem Strom den Puls zu fühlen". Man darf diese von DLRG, DRK, Kanu-Club und THW hilfreich begleitete Aktion durchaus im Rahmen der weserauf und weserab gestarteten Initiativen sehen, den Fluss wieder verstärkt in das Leben einzubeziehen: Überall werden Zugänge zum Fluss geschaffen, Promenaden angelegt und die alten Kajen (wie etwa in Bremen) als Amüsiermeilen genutzt. Auch in der Nachbarstadt Hameln plant man entsprechende Projekte und rührt dafür die Werbetrommel mit der Veranstaltung "Weserrausch" am 15. Juli. Die Bereitschaft dazu ist offenbar gestiegen, seit die Weser nicht mehr vorrangig als Trägerin von Salzlasten, Dünger- und Chemierückständen gesehen wird und über weite Strecken längst wieder als gutes Angel- und Badegewässer gilt. Auch die wachsende Bedeutung des Weserradwegs hat dieses Bewusstsein offenbar gestärkt. Im künstlerischen Rahmenprogramm wirken am Sonnabend die Vereinigten Chöre Rinteln mit, die "Bongo Tigers" von der Gotteshütte Kleinenbremen unter Leitung von Edwin Boroske werden den Rhythmus des Flusses unüberhörbar machen und Dr. Andreas Hoppe sorgt als Conferencier für die kulturwissenschaftliche Positionsbestimmung der Vorgänge. Wie eingangs erwähnt - die klimatischen Bedingungen dürften selbst für jene als günstig gelten, die im Eifer des Paddelns vielleicht unfreiwillig ihr Kanu verlassen und dann von den Begleitbooten aufgenommen werden: Die Weser ist vorgeheizt! Vielleicht entschließt sich Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz als Schirmherr der "STROMstelle" ja noch, den Teilnehmern im Kampf gegen die Strömung als Poseidon schwimmend entgegenzukommen...

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