weather-image
16°
"ADAC-Niedersachsen-Classic" wird mit tausenden Besuchern ein Erfolg / Nur sieben bleiben liegen

Mit Tempo 50 gemächlich dem Sieg entgegen

Bad Nenndorf (mig). Das hat die Kurstadt in dieser Größenordnung noch nicht erlebt: Mehr als 300 Oldtimerfahrzeuge sind am Wochenende im Kurpark Magnet für tausende Besucher gewesen. Die "Gelben Engel" hatten zur 14. "ADAC-Niedersachsen-Classic" eingeladen und die Parkanlage in ein Mekka für Fans von betagten Autos und Motorrädern verwandelt.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 10:06 Uhr

Ästhetisch: Kühlerfiguren im Kurpark (Bild oben). Johnny Control

"Alles war stimmig, die Rallye ist sauber verlaufen", hat ADAC-Pressesprecherin Christiane Rettig gestern Mittag resümiert. Lediglich sieben von 204 Rallye-Teilnehmern waren kurzzeitig mit den Fahrzeugen liegen geblieben - "Anlasserprobleme und ähnliche Kleinigkeiten", so Rettig. Zwei der quietschgelben Pannenhilfsfahrzeuge des Automobilclubs waren zur "Niedersachsen-Classic" an diesem Wochenende in Nenndorf stationiert worden und setzten die marschlahmen Wagen wieder in Gang. Voll des Lobes zeigte sich die Sprecherin auch in Bezug auf die Kooperation mit Stadt und Kur- und Tourismus GmbH (KurT) sowie der Park-Kulisse: "Die Teilnehmer waren vom Kurpark angetan -sehr stimmungsvoll." Dies gelte auch für die Gestaltung des Gala-Abends in der Wandelhalle mit Travestie-Show und dem Service des Tagungshotels "Delphin": "Alles hat reibungslos geklappt." Die Rallyefahrer waren am Sonnabendmorgen zur ersten Touretappe, die sie unter anderem durch Barsinghausen, Nienstedt, Bad Münder, Hattendorf und Rodenberg führte, gestartet. Schneller als 50 Stundenkilometer durfte keiner der Wagen fahren - der Sicherheit und Gleichberechtigung wegen. Zeit "rausholen" konnten die Teilnehmer mit Sonderaufgaben an mehreren Stationen. Zur zweiten Etappe ging es unter anderem durch Rehren, Münchehagen, Loccum und Stadthagen. Veranstaltungsleiter Jean-Michael Robert hatte den Streckenverlauf nach landschaftlichen Reizen aufgebaut. "Wenn möglich bauen wir noch historisch wertvolle Punkte mit ein", sagte Robert. So geschehen beispielsweise in Wiedensahl: Der ADAC hatte einen Kontrollpunkt vor dem Wilhelm-Busch-Museum errichtet, zudem erhielt jeder Fahrer ein Lesezeichen als Andenken. Bei der Streckenauswahl verlässt sich Robert ganz auf seine Spürnase und Kenntnisse: "Ich organisiere seit 14 Jahren Entdeckertouren und kenne das Weserbergland daher wie meine Westentasche." Dies unterstrichen die Gesamtsieger der Rallye, Axel Spindler (Motorrad, Oppin) und Klaus Wekerle (Auto, Bremen). "Die Blicke in die Täler und die kurvenreichen Strecken waren wunderschön", sagte der Austin-Pilot. Spindler hat bereits Urlaub in Schaumburg und Umgebung gemacht. Und was begeistert die Besucher für die alten Autos? ADAC-Organisationsleiter Rolf Ebert erklärte dies so: "Die Oldtimer lassen bei den älteren Besuchern Erinnerungen von früher aufleben. Und auch die Jüngeren sind von dem Lebensgefühl, das mit den Fahrzeugen in Verbindung gebracht wird, fasziniert." Organisatoren und Teilnehmer haben an diesem Wochenende viel gegeben, um den Besuchern die Zeit im Kurpark zu versüßen. Einige Fahrer passten ihr Aussehen an den Stil ihrer Fahrzeuge an - Norbert Hellmer, Rolf Offermann und Wolfgang Kerst beispielsweise. Die drei schlüpften in Nadelstreifenanzüge, schnappten sich Spielzeugmaschinenpistole und posierten mit Sonnenbrille, Hut und Zigarre als "Mafiosi" vor Kersts Citroën B 11. Mit Erfolg: "Capones Männer" wurden so zu einem der meistfotografierten Motive.

0000455983-12-gross.jpg
0000455983-13-gross.jpg


Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt