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Wie Noppenklötze seit 50 Jahren Kinderzimmer stürmen - und bis heute beleben

Mit System im Spiel: Lego-Welten rufen in das Museum Eulenburg

Rinteln (ur). Obwohl Hans Lochmann (Jahrgang 1955) als Geschäftsführer des niedersächsischen Museumsverbandes beruflich mit Museen bestens vertraut ist, fällt es ihm als leidenschaftlichem Sammler von Spielzeug und Werbeartikeln der Firma LEGO doch immer wieder schwer, seine Schätze "außer Haus" zu geben und in solchen Einrichtungen zu präsentieren.

veröffentlicht am 15.11.2007 um 00:00 Uhr

Mit Phantasie und Enthusiasmus entsteht derzeit im Museum Eulenb

Umso dankenswerter, dass der Enthusiast aus Hannover seine Kostbarkeiten doch immer wieder derÖffentlichkeit vorstellt - und zum 17. Mal geschieht dies jetzt in einer Sonderausstellung, die am morgigen Freitag um 15 Uhr in der "Eulenburg" eröffnet wird und bis einschließlich 30. März 2008 für Zulauf im Stadtmuseum sorgen soll. Aufüber 150 Quadratmetern hat Ausstellungsexperte Dr. Arne Steinert mit ehrenamtlichen Helfern des Heimatbundes und Museumleiter Dr. Stefan Meyer diese Welt des konstruktiven und kreativen Spiels aufgebaut und damit zugleich ein Stück Kulturgeschichte zum Anfassen gestaltet. Vom Holzspielzeug der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts über die unterschiedlichen Varianten der inspirierenden Kunststoffsteine bis hin zu aktuellsten Entwicklungen mit und ohne Hightech-Mobilisierung lässt sich so die Entwicklung von LEGO zur "Weltmacht im Kinderzimmer" verfolgen. Obendrein werden Sammlerraritäten gezeigt: Deko-Modelle, Werbetafeln und eine fahrende LEGO-Bahn. Leuchtreklamen und ein Animationsfilm mit "lebendigen" LEGO-Figuren ergänzen das Angebot. Zentraler Anziehungspunkt aber dürften für kleine und große Spielkälber die großen Kisten mit vielen tausenden von Steinen sein, die alle nur erdenklichen Eigenkonstruktionen möglich machen: "LEGO bis zum Geht-nicht-mehr!" Im Rahmen dieser Mitmachaktion wird auch ein kleiner "Konstruktionswettbewerb" für besonders pfiffigeKreationen ausgetragen. Imörtlichen Spielzeughandel dürfte diese Ausstellung ebenfalls für einen Werbeschub in Sachen Lego sorgen, denn die hier vorgestellten Wunderdinge zu sehen und selber bauen und besitzen zu wollen, das könnte wohl bei vielen Kindern fast auf dasselbe hinauslaufen - auch in einer Zeit, da Spielen selbst für viele Acht- oder Zehnjährige nur noch als virtuelles Vergnügen vor dem Bildschirm betrieben wird...



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