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Mit Speck fängt man Mäuse

Zu: „“, vom 3. Januar

In frühen Jahren wurde die Art der Energieversorgung vorausschauend geplant. Mithilfe von Analysen und Prognosen wurde festgelegt, welche Arten von Energieträgern wie lange gebraucht werden. Heute dagegen ist die vorausschauende Planung dem Prinzip Hoffnung gewichen.

veröffentlicht am 16.01.2020 um 17:42 Uhr

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Hoffen darauf, dass die Regenerativen nach Abschaltung der herkömmlichen Energieträger es schon irgendwie richten werden. Für die Windlobby galt das Prinzip Hoffnung wahrscheinlich auch im Hinblick auf das Verhalten der Bürger: Man hoffte wohl darauf, dass betroffene Bürger Windräder vor ihrer Haustür schon akzeptieren würden. Dabei hätte es doch bereits vor zehn Jahren allen Windkraft-Enthusiasten klar sein müssen, dass viele betroffene Menschen sich monströse Windräder in ihrer Nachbarschaft und eine Verspargelung der Landschaft nicht einfach gefallen lassen würden. Offensichtlich besinnen sich Teile der Windlobby auf das Sprichwort „Mit Speck fängt man Mäuse“. Ein sogenanntes Windbürgergeld, wahrscheinlich bezahlt von allen Steuerzahlern, soll die Akzeptanz bringen. Den Kritikern soll die Zustimmung zu Windrädern abgekauft werden Nicht nur, dass ein derartiges Unterfangen nicht im Sinne der Demokratie ist, auch die Wirksamkeit darf bezweifelt werden. Starke Einbußen an Lebensqualität und hoher Wertverlust des Eigenheims beispielsweise dürften wohl kaum durch ein „Windbürgergeld“ ausgeglichen werden.

Zu den ohnehin reichlich fließenden Subventionen werden allenthalben weitere Unsummen in die Energiewende gesteckt. Auch die Argumentation, der Bürger müsse mehr Windräder hinnehmen, denn er habe ja die Energiewende gewollt, verfängt nicht. Denn im Grunde genommen wurde der Bürger gar nicht gefragt. Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, dass auch nur eine Partei bei den Wahlen mit einem Konzept für eine Wende hin zu Erneuerbaren vor die Wähler getreten ist. Vielleicht mag es daran liegen, dass keine Partei ein schlüssiges Konzept hatte.



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