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Wassersportverein (WSV) feiert 60. Geburtstag / Seit 30 Jahren im eigenen Heim

Mit Schwimmern und Paddlern und Kanuseglern fing alles einmal an

Rinteln (who). Der Rintelner Wassersportverein ist nicht der größte im Verband, aber er zeichnet sich dadurch aus, "dass er klein aber äußerst aktiv ist". Kompliment Karl-Friedrich Meier, der Vorsitzenden des Nordwestdeutschen Regattaverbandes beim Empfang anlässlich des 60. Bestehens des WSV. R und 70 Aktive und Ehemalige waren ins Bootshaus am Doktorsee gekommen, um den runden Geburtstag mit zu feiern.

veröffentlicht am 14.11.2007 um 00:00 Uhr

WSV-Vorsitzender Hans-Joachim Siewecke mit Friedhelm Bartling un

Der WSV sei aus der Not begrenzter sportlicher Möglichkeiten der Nachkriegszeit geboren worden, holte Ehrenvorsitzende Friedrich-Wilhelm Hoppe als dienstältestes Vereinsmitglied aus dem Gründungsjahr aus. Die Scharen von Kindern und Jugendlichen, die im Sommer das Freibad an der Weser bevölkerten stießen die Gründung eines Vereins für alle Wassersport treibenden Rintelner an. Neben den Schwimmern stiegen Paddler, Segler und die DLRG mit ins Boot und ein Jahr später zählte der WSV schon 180 Mitglieder. Das dreimalige Training pro Woche in der "Badeanstalt" brachte den Schwimmern schnell Erfolge sogar bei den niedersächsischen Landesmeisterschaften. Nachdem sich die Paddler und Kanusegler 1948 mit dem Kanu-Club selbstständig gemacht hatten, konzentrierte sich der WSV auf die Entwicklung der Ruderabteilung als Hauptstandbein. Erste eigene Boote konnten angeschafft werden und beflügelten den Sportbetrieb. Weiteren Schwung gabes nach dem Umzug in eine Scheune am Doktorsee als erste eigener Bootshalle. Mit dem Eintritt in den Deutschen Ruderverband etablierte sich der WSV 1962 endgültig als Ruderverein. Bald war die provisorische Bootshalle zu eng und 1967 bezogen die Ruderer ihre neu gebaute Halle direkt am Doktorsee mit Platz für 16 Boote, die neu gegründete Ruderriegen des Gymnasium Ernestinum und der Hildburg-Realschule zogen mit ein. Eine schlagkräftige WSV-Jugendabteilung entstand und punktete bald bei Regatten. Parallel entdeckten dieältere Generation das Wanderrudern. Schon 1969 summierten sich in den Fahrtenbüchern über 11 000 Wasserkilometer. Drei Jahre später reifte der Plan zum Ausbau der Bootshalle zur heutigen Anlage, die 1977 fertiggestellt worden ist. 1977 wurde auch die Surfabteilung unter Leitung von Rainer Zander aus der Taufe gehoben, der heute 13 der insgesamt 135 Mitglieder angehören. WSV-Ruderer sind seit 30 Jahren bei allen norddeutschen Regatten vertreten und erstmals 1976 auch bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in München. Dazu wurde der WSV zwölfmal als erfolgreichster Wanderruderverein vom Deutschen Ruderverein ausgezeichnet. 1983 und 1995 richteten die Rintelner das Deutsche Wanderuderertreffen mit je 600 Teilnehmern aus. Am jüngsten Kapitel der Vereinsgeschichte schreiben seit 1995 besonders drei jungeWSV-Ruderer mit, zog Friedrich-Wilhelm Hoppe die Verbindung zur Gegenwart. Michael Ruhe sowie Matthias und Henrik Hobein starteten damals traumhafte Rudererkarrieren und holten Titel auf nationaler und europäischer Ebene sowie bei Weltmeisterschaften. Die Krönung war dabei die Michael Ruhes Olympia-Einsatz von 2004 als Schlagmann im Deutschland-Achter.



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