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Osternachtswanderung: Jugendliche auf Schusters Rappen von Sachsenhagen nach Meerbeck

Mit Petroleumlampe, Rucksack und Kreuz

Landkreis (han). 35 Jugendliche haben sich in der Nacht zum Ostersonntag aufgemacht, um während einer Osternachtswanderung das Wunder der Auferstehung nachzuempfinden. Seit 1998 organisiert die Landesjugendkammer Schaumburg-Lippe zu Ostern Nachtwanderungen, die in jedem Jahr andere Start- und Zielgemeinden aufweisen. In diesem Jahr wanderten die Teilnehmer von Sachsenhagen nach Meerbeck.

veröffentlicht am 10.04.2007 um 00:00 Uhr

Mit viel guter Laune brechen die Jugendlichen zur Osternachtswan

"So eine Osternachtswanderung ermöglicht mir einen viel intensiveren Einstieg in die Osterzeit", begründete Mitorganisator Chris Böer seine Begeisterung für die österliche Nachtwanderung. "Das Wandern ist außerdem eine willkommene Abwechslung zum jährlichen Osterfeuer, bei dem man häufig nur über die Stränge schlägt." Obwohl letzteres ebenfalls Spaß mache, wie der Vorsitzende der Landesjugendkammer schmunzelnd hinzufügte. Die Strecke der Osternachtswanderung war dem Kreuzigungsweg nachempfunden. Während unterschiedlicher Stationen wurde gesungen, erzählt und Texte aus der Passionsgeschichte vorgetragen. Los ging es um 22 Uhr im evangelisch-lutherischen Gemeindehaus in Sachsenhagen mit einem Agape-Mahl, bei dem sich die Wanderer mit Brot, Gemüse, Käse und Getränken stärkten. "Keine Sorge, die Strecke ist gar nicht so schlimm", ermunterte Wanderleiter Timo Pascal Fähnrich (17) die Teilnehmer. Anschließend ging es raus in die kühle und dunkle Nacht. Mit viel guter Laune, angeregten Gesprächen und feierlichen Taizé-Liedern nahmen die mit Rucksäcken und Petroleumlampen ausgerüsteten Jugendlichen die rund 20 Kilometer lange Wegstrecke in Angriff. Nach drei Stunden Marsch konnten sie die Mädchen und Jungen im Gemeindehaus Lauenhagen eine einstündige Verschnaufpause gönnen, während der sie sich mit Bewegungsspielen, Kaffee und Tee wieder fit machten. Erschöpfung stellte sich erst gegen 5 Uhr morgens ein, als die Wanderer in Meerbeck ankamen. Hier nahmen die Jugendlichen ein zweiMeter großes Holzkreuz auf, das sie schweigend bis zur Kirche in Meerbeck trugen. "Wir haben das Kreuz aus massivem Lerchenholz anfertigen lassen", erklärte die ehrenamtliche Mitarbeiterin Birte Kasper (23). "Es ist deswegen so schwer, damit die Tragenden den Leidensweg Jesu nachvollziehen können." Wenig später trafen die Jugendlichen am Meerbecker Friedhof auf die Gemeindemitglieder, die sich dort zum Beginn des Osterfrühgottesdienstes versammelt hatten. Nach einem rund sechsstündigen Marsch trugen die Wanderer das Kreuz in Kirche, stellten es vor den Altar und genossen den Ostergottesdienst. DenAbschluss bildete ein Osterfrühstück im Gemeindehaus, bei dem sich die sichtlich erschöpften Jugendlichen noch einmal stärken konnten. Den Ostergottesdienst mit anschließendem Frühstück beschrieb Böer als die eigentliche "Belohnung". "Nach all den Anstrengungen kommt man aus der Kirche, sieht die Sonne und weiß: Man hat das ?Leiden' hinter sich gelassen", so der 23-Jährige.



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