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Kritik an Holzeinschlag

Mit Nachhaltigkeit hat das nichts zu tun

Seitens der Forstverwaltung wird zu dem oben genannten Artikel festgehalten, dass es sich bei den Rändern des betreffenden Waldgebietes nicht um einen klassischen Waldfeldbereich handelt. Umso tragischer ist es, dass der einzige klassische Bewuchs des Waldrandes in diesem Gebiet, bestehend aus Schlehen, Weißdorn, Heckenrosen, Brombeeren und Himbeeren, der traditionell von großer Bedeutung für eine Vielzahl von Tierarten ist, dennoch komplett entfernt wurde.

veröffentlicht am 04.02.2020 um 22:54 Uhr

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Zu: „Holzeinschlag löst Empörung aus“, vom 25. Januar

Leider wurde darauf nicht weiter eingegangen. Dies erweckt den Eindruck, dass es sich seitens der Forstverwaltung um eine Standardantwort handelt, um erst einmal die aufgebrachten Bürger zu beruhigen.

Natürlich ist grundsätzlich nichts gegen Holzeinschläge einzuwenden, die Frage ist aber, wie diese umgesetzt werden. Der Wald wird maschinengerecht angelegt. Alle 20 Meter entstehen Rückegassen, das ist rund ein Fünftel der Fläche des betreffenden Waldstückes. Im Falle des betreffenden Waldstückes wurden zahlreiche periodisch wasserführende Gräben quer durchfahren und können so in den wenigsten Fällen wieder geöffnet werden. Auch austretendes Schichtwasser wird aus mangelnder Ortskenntnis nicht beachtet. Das Resultat kann man im Bereich unterhalb des Osterwalder Tennisplatzes in Augenschein nehmen. Den forstlichen Lohnunternehmen soll hier kein Vorwurf gemacht werden, da der Preis- und somit auch der Zeitdruck in diesem Gewerbe erheblich ist.

Auf ihrer Internetseite haben es sich die Niedersächsischen Landesforsten mit ihrem LÖWE Programm (Langfristige Ökologische Waldentwicklung) unter Grundsatz 13 auf ihre eigene Fahne geschrieben, dort steht: „Ökologisch verträglicher Einsatz der Forsttechnik.“ Ich denke, dass niemand, der sich das, was gerade im Osterwald passiert, einmal ansieht, dies noch als „ökologisch vertretbaren Einsatz“ bezeichnen kann. Mit wirtschaften im Sinne der Natur und auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, hat dies nichts mehr zu tun. „LÖWE Programm“..., ein großer Name mit großen Worten, die aber allzuwenig umgesetzt werden. Und so ist vom Löwen nur noch ein schnurrendes Kätzchen übrig geblieben.



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