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Projektwoche an der Immanuel-Schule / Quiz begeistert Jung und Alt

Mit Indianern lernen - das heißt manchmal auch für das Leben lernen

Bückeburg (tla). Langsam aber sicher werden Sara und Anthea nervös. In wenigen Minuten ist ihr großer Auftritt vor Publikum. Die beiden Mädchen von der Immanuel-Schule haben für das Indianerfest in einer Theatergruppe während der Projekttage kleine Stücke einstudiert. "Wir haben gleich aber auch noch eine Überraschung parat", erzählt die neunjährige Sara voller Vorfreude.

veröffentlicht am 28.11.2008 um 00:00 Uhr

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Gekleidet in Indianerkostüme samt passenden Kopfschmuck oder in T-Shirts mit entsprechenden Motiven - wie beispielsweise Puma oder Kaninchen - betraten die Schülerinnen und Schüler der privaten Grundschule die Bühne in der dekorierten Turnhalle. Auf dieses große Finale wurden sie in den vergangenen Wochen intensiv im Unterricht vorbereitet. "Die Kinder sollten unter anderem lernen, mit Texten selbstständig umzugehen. Die Thematik Indianer eignete sich sehr gut dafür", erklärt Schulleiterin Gudrun Raupach, die von dem Ablauf des Projektes sowie von der Abschlussveranstaltung begeistert war. In den unterschiedlichsten Fächern wie Deutsch, Englisch, Sachkunde oder auch im Kreativbereich erfuhren die Mädchen und Jungen verschiedenes über die Ureinwohner Nordamerikas. Basteln, Gestalten oder Malen standen natürlich ebenfalls mit auf dem speziellen Aktivitäten-Stundenplan. "Durch dieses Methodentraining wird das soziale Miteinander gefördert. In Gruppen erarbeiteten unsere Schüler die Materie und erstellten dann Mindmaps", erläutert Raupach, die dadurch selbst auch eine Menge über das Indianerleben lernte. Die Leiterin der Freien Christlichen Schule Schaumburgs und ihre Kolleginnen waren angenehm überrascht, wie demokratisch die Indianer zur damaligen Zeit schon handelten. Und: "Die Frauen hatten im Volk ein wirklich beachtliches Ansehen", berichtet sie und fügt noch eine weitere Erkenntnis hinzu: "Die Federn für die Kopfbedeckung werden den Adlern sobehutsam wie möglich ausgerissen." Auch Sachkundelehrerin Alissa Bienemann war während der gesamten Aktion mit vollem Einsatz dabei. Sie und Gudrun Raupach zogen deshalb schnell eine übereinstimmende Bilanz: "Der Unterricht machte einfach nur Spaß." Das können Sara aus dem vierten und Anthea aus dem dritten Schuljahr nur unterstreichen. "Die Jungs in unseren Klassen wussten im Vorfeld schon viel über Indianer. Aber jetzt können wir auch mithalten", erzählen sie. Ihr ganzes Wissen und Können präsentierten sie und die anderen Teilnehmer während der Show in der Sporthalle der Immanuel-Schule. Mit indianischen Tanz- oder Trommeleinlagen, Sketchen sowie der Darstellung eines indianischen Märchens, das von einem Puma handelt, der ein Kaninchen fressen möchte, zogen die Grundschüler das Publikum in ihren Bann. Der Höhepunkt folgte zum Schluss. Die Überraschung - natürlich ein Indianerquiz. Drei Erwachsene und drei Kinder mussten sich den kniffligen Fragen der Expertenrunde stellen, dazu gehörten auch Sara und Anthea. Nachdem das Schülerteam zwischenzeitlich in Führung gegangen war, stand es am Ende danndoch noch Unentschieden.

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