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Ensemble sorgt mit ungewöhnlichen Instrumenten für besondere Klänge

Mit Hörnern, Gamben und Flöten: Alte Musik im Kloster Möllenbeck

Möllenbeck (who). Das Sommerrefektorium im Kloster Möllenbeck ist ein passender Rahmen für das Konzert des Ensembles "Alte Musik Schaumburg" gewesen, das am Sonntag im Kloster für ein abgerundetes Programm gesorgt hat. Im voll besetzten Saal gaben die acht Musikerinnen und Musiker vor allem Lieder und Tänze aus dem Mittelalter, der Renaissance und dem Frühbarock zum Besten.

veröffentlicht am 30.05.2008 um 00:00 Uhr

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Die ungewöhnlichen Instrumente fanden neben den beeindruckenden Vorträgen ganz besondere Beachtung. Darunter Gamben, Lauten, Blockflöten und Schlagwerk, Krumm- und Gemshörner sowie ein Grifflochhorn aus Zink. Die Namen der meisten Komponisten waren sicher nicht so geläufig wie die von Monteverdi oder Michael Praetorius. Die Musik des 16. Jahrhunderts trug ebenfalls verschiedene ungewöhnliche Titel: "Der Gutzgauch auff dem Zaune saß" oder "Contrapunto bestiale alla mente". Das Ensemble für Alte Musik widmet sich der historischen Aufführungspraxis von Musikstücken vom Mittelalter bis zum Barock mit besonderer Berücksichtigung von authentischer Artikulation, Intonation und lebendigem, ausdrucksvollen Spiel. "Wer alte Musik macht, der begibt sich auf eine spannende Reise, denn es gibt immer wieder Neues zu entdecken", erklärte Karin Dennhardt als Leiterin der Formation. Im Gegensatz zu Kompositionen der Klassik oder Romantik sei "vieles bei unserer Art zu musizieren, nicht festgelegt", ergänzt sie. Weitere Musiker des Nachmittags im Kloster Möllenbeck waren Irene Buzalkovski, Hiltrud Barow, Renate Edler, Jeanine Hein, Heinrich Krömer sowie Birgit und Ulla Osche.

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