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"Jump!-Day" am 16. Mai in der Samtgemeinde / Schüler sammeln Daten für Internet-Portal

Mit einem Sprung raus aus der Frustfalle

Samtgemeinde Nenndorf (fox). Mit einer neuen Initiative will die Unternehmens- und Personalberatungsgesellschaft "UP Consulting" Schüler auf das spätere Berufsleben vorbereiten. Bereits in Schaumburg bekannt geworden ist das Unternehmen mit seinen "Jump!"-Bewerbungstrainings in Kooperation mit heimischen Sponsoren. Nun geht das "Jump!"-Konzept weiter. In den Kommunen will "UP Consulting" Schüler am so genannten "Jump!-Day" mit Fragebögen in Betriebe entsenden. In Nenndorf ist es am 16. Mai so weit.

veröffentlicht am 08.05.2007 um 00:00 Uhr

Projektleiter Gisbert Droste (l.) mit Nenndorfs Samtgemeindebürg

"Jump" - das ist Englisch und steht für "Sprung". Zugleich steckt darin "JUst More Professionally", was mit "einfach professioneller" übersetzt werden kann. Einen sprichwörtlichen Sprung nach vorn sollen nach Vorstellung der Personalberatungs-GmbH aus Rotenburg (Wümme) nun die Schüler machen. Wie "Jump!-Day"-Projektleiter GisbertDroste aus Bückeburg im Gespräch mit Nenndorfs Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese im Rathaus erläutere, litten viele Schüler unter Motivationsmangel, Frust und Passivität. Wenige Jugendliche wüssten heute, welche Unternehmen in ihren Regionen sind und hätten häufig falsche Vorstellungenvon der Berufswelt. Seitens der Firmen in den Kommunen existiere in vielen Fällen eine "negative oder enttäuschte Haltung" gegenüber den jungen Bewerbern. Viele Ausbildungsmöglichkeiten blieben auf beiden Seiten ungenutzt. Der "Jump!-Day" am 16. Mai ist der Versuch, eine Kehrtwende einzuleiten. 211 Schüler ab Klasse acht hat "UP Consulting" am Gymnasium Bad Nenndorf und in der Förderschule Am Deister ermittelt. Diese sollen am Aktionstag mit vorbereiteten Fragebögen der Personalberatungs-GmbH in kleinen Gruppen ausschwärmen und 465 Betriebe in der Samtgemeinde aufsuchen - jeder Schüler besucht maximal acht Firmen. In Gesprächen mit Geschäftsführern der Betriebe sollen die Jugendlichen unter anderem den Bestand an Ausbildungsplätzen und Praktikumsstellen ermitteln und Mitarbeiterzahlen sowie andere firmenspezifische Informationen sammeln. Die Erkenntnisse werden in ein öffentliches Internet-Portal eingepflegt. "Die Schüler sollen dabei nicht nur die Scheu im Gespräch mit den Firmenchefs verlieren", erklärte Droste. Vielmehr solle die Schule stärker als Vorbereiter für das spätere Berufsleben wahrgenommen, Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein gefördert und die eigene Zukunft aktiv geplant werden. Seitens der angesprochenen Firmen soll eine höhere Bereitschaft erzielt werden, Ausbildungs- und Praktikumsplätze anzubieten. Ein entsprechendes Schreiben an alle betroffenen Betriebe soll Anfang Mai versandt werden. "UP Consulting" ist der Ansicht, dass sich die Bereitschaft der Schüler zum Engagement erhöht, wenn sie selbst Teil eines Projektes sind. "Die Schüler dürfen den Daten-Pool konstant aktuell halten", heißt es. Letztlich nehmen die Schüler den Rotenburgern am "Jump!-Day" mit ihren Erhebungen Arbeit ab. In den kommenden zwei Jahren sind zudem Nachfrageaktionen geplant. Auf diesem Weg soll die für Schüler und Unternehmen derzeit kostenlose Jobbörse auf dem neuesten Stand gehalten werden. Das Portal hat nach Drostes Erläuterungen informativen Charakter. "Wir vermitteln nicht", sagte er. Eine Statistik, wie viele Schüler und wie viele Bewerber "von außen" von der schülergepflegten Online-Jobbörse profitierten, gebe es nicht. Die Kosten für den "Jump!-Day" - insgesamt 2800 Euro - teilen sich Landkreis, die BKK 24, die Samtgemeinde Nenndorf und die Sparkasse in Schaumburg.



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