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Fantasy-Literatur nicht erst seit Harry Potter voll im Trend / Riesiges Angebot für Jugendliche und Erwachsene

Mit Drachen, Elfen und Zauberern im Reich der Phantasie

Bückeburg (tv). Die Geschichten von Harry Potter und seinen Freunden dürften mittlerweile jedem ein Begriff sein. Doch die Romane von Joanne K. Rowling sind nicht die einzigen, die das Genre Fantasy zu bieten hat. Geschichten von Drachen, Zauberern, Hexen und anderen Wesen aus der fiktiven Welt liegen derzeit absolut im Trend.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 12:24 Uhr

Maike Stratmann, Buchhändlerin aus dem Hause Scheck, präsentiert

So auch die Episoden von "Eragon", geschrieben von Christoph Paolini. In den zwei bisher erschienenen Büchern der Trilogie erleben der 15-jährige Eragon und sein Drache Saphira spannende Abenteuer. "Der dritte Band wird schon von vielen sehnlichst erwartet. Doch leider steht noch kein Erscheinungsdatum fest", sagt Maike Stratmann, Buchhändlerin aus dem Hause Scheck. Die Bartimäus-Trilogie von Jonathan Stroud erfreut sich ebenfalls größter Beliebtheit. Der Dschinn Bartimäus und der junge Zauberlehrling Nathanael werden durch ihr gemeinsames Abenteuer wie Pech und Schwefel zusammengeschweißt. "Eragon und Bartimäus sind im Grunde Selbstläufer. Dabei empfehlen wir auch gern andere Autoren, die nicht so bekannt sind, weiter", sagt Frau Stratmann. Die Auswahl in den Fantasyregalen der Buchhandlungen und Bibliotheken ist groß. So ist auch für jede Altersgruppe etwas dabei. Die bereits erwähnten Titel "Eragon" und "Bartimäus" sind für Kinder ab etwa zwölf Jahren zu empfehlen. Doch auch für jüngere Fantasy-Fans gibt es Bücher auf dem Markt. So zum Beispiel die Reihe "Das magische Baumhaus" von Mary Pope Osborne. In diesen Geschichten, für Kinder ab acht Jahren geschrieben, erleben die Geschwister Anne und Phillip spannende Abenteuer in fernen Ländern und vergangenen Welten, in die sie mit ihrem Baumhaus reisen. Auch für Jugendliche und Erwachsene lassen sich Bücher zu diesem Thema in den Regalen finden. Zum Beispiel die bekannten Scheibenwelt-Romane von Terry Pratchett oder die Zamonien-Geschichten von Walter Moers. Terry Pratchett parodiert das Genre Fantasy und erschafft dadurch gleichzeitig eine neue Welt, in der ernsthafte Themen mit Humor behandelt werden. Auch Walter Moers erschafft mit viel Witz eine eigene Welt rund um den fiktiven Kontinent Zamonien. Es ist unbestreitbar, dass das Genre Fantasy derzeit boomt. "Wenn man in unsere Abteilung ,Fantastisches' schaut, fallen die großen Lücken auf. Kein einziger Potter ist mehr da. Und auch viele andere Titel sind ebenfalls ausgeliehen", sagt eine Mitarbeiterin der Stadtbücherei Bückeburg. Durch J.R.R. Tolkien wurde allerdings schon vor Jahren die Fantasywelle ausgelöst. Seine "Herr der Ringe"-Trilogie hat viele Fantasy-Fans hervorgebracht, deren Zahl durch die Verfilmungen sicherlich noch gestiegen ist. Allerdings werden bei dem ganzen Wirbel um Fantasy-Geschichten auch die "Klassiker" der Jugendliteratur nicht ganz vergessen. "Im allgemeinen lässt sich sagen, dass die Jungs schon sehr gern Fantasy lesen oder auch mal einen Krimi oder Abenteuerroman. Mädchen dagegen lesen doch etwas breiter gefächert", hat Ute Stender, Buchhändlerin in der Hofbuchhandlung Frommhold, festgestellt. Die Geschichten von Astrid Lindgren oder die Abenteuervon "TKKG" und den "Drei Fragezeichen" werden immer noch gern konsumiert. Manche Eltern stehen dem Genre Fantasy jedoch eher skeptisch gegenüber. Sie wünschen sich, ihre Kinder würden gelegentlich auch wieder etwas "Wertvolles" lesen. Die meisten Pädogogen sehen dies nicht so kritisch: In erster Linie stehe die Lesemotivation der Kinder im Vordergrund. Natürlich komme es immer auf die Qualität der Geschichten an, aber "schwarze Schafe" dürften in jedem Genre zu finden sein.



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