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Wenn es eine Reise gibt, die man nicht mehr vergisst, dann diese hier…

Mit der Transsibirischen Eisenbahn durch die Mongolei bis nach Irkutsk

Peking / Irkutsk. Wenn von Irkutsk die Rede ist, werfen Mitteleuropäer, die noch nie dort waren, gerne Halbwissen und Vermutungen in den Raum der Diskussion. O, da sei es ja eisig kalt, und die Welt stünde still. Strom gebe es nicht, Lebensqualität noch viel weniger, und überhaupt sei es kein Zuckerschlecken, dort zu leben.

veröffentlicht am 25.02.2012 um 04:44 Uhr

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Autor:

Jean LeGrand

Nur mal so beiläufig erwähnt hat die Stadt am Baikalsee fast 600 000 Einwohner, eine Universität und – man lese und staune – sogar einen Sommer, der jedes Jahr wiederkehrt. Die Durchschnittstemperatur im Juni beträgt 23 Grad Celsius. „Das hätte ich nie im Leben gedacht“, sagt Friedrich-Wilhelm. Der 61-Jährige aus dem Weserbergland, der sich den anderen Reisenden gar nicht erst mit Nachnamen vorstellte, weil er ohnehin ein Kumpeltyp ist und in kaum einer halben Stunde sicher schon den nächsten seiner vielen Witze erzählen wird, hatte Irkutsk als einen kälteren Ort in Erinnerung. „Ich müsste es doch wissen, ich war noch nie da.“ Die anderen lachen fröhlich, der Bann ist gebrochen.

Die Reisegruppe nimmt Fahrt auf, genauer gesagt nicht die Gruppe selber, sondern die Transsibirische Eisenbahn. Sie donnert los, mit vielen Menschen unterschiedlicher Herkunft an Bord und noch viel mehr Träumen. Langsam verschwindet Peking am Horizont. Der Zug fährt durch die Weite der Mongolei und schlägt einen hübschen Bogen um das Südufer des Baikalsees. Friedrich-Wilhelm schwitzt, denn die Durchschnittstemperatur von Irkutsk hält, was sie versprochen hatte. Es ist Juni…

„Ist das schön. Schaut mal, wie blau der See aussieht“, sagt seine Frau Ellen. Fürwahr scheint der Baikal in jenem Moment wie der Himmel zu sein, nur nicht da oben, sondern auf Erden. Mit weit über 30 000 Quadratkilometern Fläche könnte man sogar schon von einem Binnenmeer sprechen. In seiner längsten Achse ist der Baikal 636 Kilometer lang; die Strecke zwischen Hamburg und München ist kürzer! Wolle man einmal um den See fahren, müsse man 2125 Kilometer hinter sich bringen. Und tief ist er: 1642 Meter an der tiefsten Stelle. „Wahnsinn, das kann man sich ja gar nicht vorstellen. Gegen den Baikal ist Loch Ness nur ’ne Pfütze“, sagt Friedrich-Wilhelm. Na ja, nicht ganz.

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  • Großer Bogen: Die Transsib am Ufer des Baikalsees.
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  • Wunderhübsch: Abgelegenes Dorf am stillen Ufer inmitten von Blau und Grün. Fotos: KIWI Tours

Es ist der Höhepunkt des „unvorstellbaren Wahnsinns“, von dem der Pensionär hier spricht und der mit der Reise der Transsib in Peking begonnen hatte. Auf diesem faszinierenden Verkehrsweg kreuzte der Zug die Mongolei, legte einen Stopp in der aufstrebenden Hauptstadt Ulan Bator ein. Die Weite der Landschaft, die Unberührtheit der freien Natur, das Gewusel in den Großstädten: Friedrich-Wilhelm, Ellen und all die anderen hatten sich einen lang gehegten Traum erfüllt, als sie vor 12 Tagen in Peking landeten und vom Flieger quasi nahtlos in den Zug gestiegen waren. Sie freuen sich auf Zuhause, „aber es war wirklich toll, und jetzt weiß ich auch, dass Irkutsk nicht irgendwo im Eis liegt“, lacht Friedrich-Wilhelm.

Liebe Leserin, lieber Leser, kommen Sie mit Dewezet und Pyrmonter Nachrichten auf eine aufregende Reise, die Sie nicht mehr vergessen. Vom 10. bis 21. Juni dieses Jahres geht es mit dem Flugzeug von Frankfurt nach Peking und von dort mit der Transsibirischen Eisenbahn bis nach Irkutsk! Die Reisekosten pro Person betragen 3100 Euro im Vier-Bett-Abteil und Doppelzimmer. Darin enthalten sind unter anderem alle Kosten für Fahrten und Flüge, Taxi- und Bus-Transfers, Fahrt und Unterbringung in Schlafwagenabteilen der gebuchten Kategorie, sechs Übernachtungen in guten bis sehr guten Mittelklassehotels und landeserfahrene deutsche Chefreiseleitung.

Informationen und Buchungen in den Geschäftsstellen unserer Zeitungen (Osterstraße 15 - 19 in Hameln und Rathausplatz in Bad Pyrmont) sowie unter der Dewezet-Reise-Hotline 0 51 51 / 200-555.

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