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Touristisches Highlight in Sachsen

Mit der Postkutsche ab Moritzburg

Moritzburg. Die Frühlings- und Sommersaison 2014 in Moritzburg beginnt! Vor dem Schloss trägt ein besonderer Moment dazu bei: Das Kutschunternehmen Gürntke präsentiert ein neues touristisches Fuhrwerk für Moritzburg und Umgebung – eine Postkutsche.

veröffentlicht am 22.05.2014 um 14:05 Uhr

Der Bürgermeister Jörg Hänisch und die Weinprinzessin Luise Finsterbusch sowie einige Partner und Vertreter des Tourismusverbandes Sächsisches Elbland sowie der Kulturlandschaft Moritzburg GmbH haben die Strecke quasi freigegeben. Die Churfürstliche Waldschänke sorgt bei einem Zwischenstopp für das leibliche Wohl der „Probanden“. Der Besitzer des Kutschunternehmers, Axel Gürntke, erfüllte sich mit dem Nachbau der Postkutsche einen lang ersehnten Kindheitstraum. Als Vorbild für die Postkutsche diente die königlich-sächsische Postkutsche (Typ Mail Coach). Einzig und allein die Kanzel wurde etwas höher als das Original gebaut, damit seine Gäste mehr Platz und eine bessere Sicht haben.

Gebaut wurde die Postkutsche von einem polnischen Unternehmen. In und auf der Kutsche finden insgesamt zwölf Personen Platz – gezogen wird die Postkutsche von vier Pferden. Die Reisgeschwindigkeit beträgt durchschnittlich etwa fünf Kilometer pro Stunde.

Die Geschichte der Postkutschen geht weit in das 17. Jahrhundert zurück. Mit den Postkutschen wurden Pakete, Briefe und auch Personen befördert. In Sachsen wurde die erste fahrende Post am 30. August 1683 eingerichtet. Die Post- und Taxordnung von 1683 legte ein damaliges Fahrgeld der gewöhnlichen Post in Höhe von fünf Groschen pro Meile und Person plus ein Groschen Trinkgeld an den Postillion (Gespannführer eines Pferdefuhrwerks) und zwei Groschen Schmiergeld an den Wagenmeister für das Schmieren der Achsen an jeder Station. Um 1830 hatten die Postkutschenverbindungen ihre beste Zeit. Zehn Jahre später gewann die Eisenbahn für die Beförderung von Briefen, Paketen und Personen an zunehmender Bedeutung. Mit dem Einzug der Technik auf Schienen und Straßen nahm die Bedeutung der Postkutschen dann stetig ab. Die letzte reguläre Postkutschlinie wurde 1937 auf Kraftomnibusse umgestellt. Seit dieser Zeit gibt es nur noch vereinzelt touristische Fahrten mit den Postkutschen.



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