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Bückeburger Duo Theophil Hey sen. und jun. überzeugen mit historischen DKW-Tourenwagen

Mit der "Kraft der drei Kerzen" zum Sieg

Bückeburg (bus). In der Box der Bückeburger DKW-Piloten läuft es nach wie vor wie am Schnürchen. Dr. Theophil Hey und Sohn Theophil jun. belegen nach acht Wertungsläufen der Historischen Tourenwagen- und GT-Trophy (HTGT) in ihrer Klasse die ersten beiden Plätze. Hey sen. (170 Punkte) ist der Titel im dritten Jahr in Folge kaum noch zu nehmen; der Junior (105) ist zuversichtlich, die Vizemeisterschaft gegen Dr. Rolf Hemmersbach (98) verteidigen zu können.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 15:42 Uhr

Dr. Theophil Hey sen. (links) und Theophil Hey jun. freuen sich

Hey sen. füllte sein Punktekonto durch sechs Siege und zwei zweite Plätze. Den Sohn, der in Hockenheim und auf dem Salzburgring die Ziellinie als erster passierte, warfen dreimal technische Defekte aus dem Titelrennen. Was einerseits der "Bückeburger" Klasse (Tourenwagen bis Baujahr 1965 bis 1 000 Kubikzentimeter) zwar ein wenig die Spannung genommen hat, auf der anderen Seite dem Senior aber die theoretische Chance auf die Verteidigung des im Vorjahr sensationell erworbenen Gesamtsieges - die Fachpresse: Meistertanz im Zweitakt - belässt. In dieser Wertung der vom AvD ausgeschriebenen Serie, die allgemein als deutsche Meisterschaft bezeichnet wird, weist die Bilanz von Karl Schäfer (Porsche 911) derzeit mit der Idealpunktzahl 180 jeweils zehn Zähler mehr aus als die von Dr. Theophil (DKW F 12) und Dieter Karl Anton (Alfa Romeo GTA). Die Details dieser 62 Fahrer umfassenden Liste lassen darauf schließen, dass dem Titelträger 2006 zumindest ein Platz auf dem Treppchen sicher ist. Der Abstand zu den nachfolgenden Piloten vermittelt vor den vier noch ausstehenden Rennen (Doppelveranstaltungen in Dijon und auf dem Nürburgring) einen relativ komfortablen Eindruck. Für Herbert Wein (Mini Cooper S MK 1, 146 Punkte), Jörn-Holger Richter (BMW 1800 TI, 142) und Norbert Gross (Ford Falcon, 140) dürfte der Titelzug abgefahren sein. "Schäfer hat sich allerdings in diesem Jahr noch keine einzige Blöße gegeben und sämtliche Rennen gewonnen", gibt Hey sen. zu verstehen. Der Klassen-Hattrick sei ihm aber wohl nicht mehr zu nehmen. An den Rennstrecken gelten die Fahrer und Fahrzeuge aus der ehemaligen Residenzstadt - Hey jun. (ebenfalls DKW F 12) rangiert in der aktuellen Gesamtwertung auf Platz 15 - als ernst zu nehmende Konkurrenten. Das praktische HTGT-Punktesystem ermöglicht dem Duo, auch hochgezüchtete und hubraumstarke Renner in die Schranken zu verweisen. Zudem wird ihnen, auf die Drei-Zylinder-Bestückung des "F 12"-Aggregats anspielend, die "Kraft der drei Kerzen" zugesprochen. Die "überzeugten Gemisch-Fahrer" hielten die blaue Zweitakt-Fahne auf sehr beeindruckende Art und Weise hoch, heißt es in Expertenkreisen. Die "Doppel-Heys" bedanken sich bei den Firmen KMB, Wallenhorst, Pieper und Vergölst sowie bei den Bernd-Blindow-Schulen (Diploma) für deren tatkräftige Unterstützung.

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