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Zahlreiche Ehrungen beim Kreisfeuerwehrverbandstag 2017 in Hemeringen

Mit der Drohne den Überblick erhalten

HEMERINGEN. Keinen Rückblick im herkömmlichen Sinn, sondern ein „wo stehen wir gerade“ bekamen die 295 Delegierten bei der Kreisfeuerwehrverbandstagung im Hemeringener Festzelt vom Verbandsvorsitzenden, Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke, präsentiert.

veröffentlicht am 01.06.2017 um 16:41 Uhr

Ehrungen standen auf der Tagesordnung der Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes. Foto: SBR
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Sabine Brakhan Reporterin

Unter anderem führte der Verbandsvorsitzende aus, dass sechs von acht Gemeinden im Landkreis die erste Runde der Bedarfsplanung abgeschlossen haben oder kurz vor der Fertigstellung stehen. Seit Anfang des Jahres wurde flächendeckend im Landkreis damit begonnen, mit dem onlinebasierten Verwaltungs- und Statistikprogramm „FeuerON“ zu arbeiten. Erkundungen und gegebenenfalls Einsatzführungen beziehungsweise Führungsunterstützung können künftig aus der Luft durchgeführt werden. Möglich macht das ein neues Dohnen-Team.

Die Feuerwehr in Aerzen beschäftigt sich mit einer neuen Löschtechnik namens „Cobra“. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Kay Leinemann berichtete, dass die Personalentwicklung in der Einsatzabteilung auch im vergangenen Jahr weiter rückläufig war. So reduzierte sich die Personalstärke um 26 auf aktuell 3231 Feuerwehrfrauen und –männer. Erfreulicherweise stieg der Anteil der weiblichen Mitglieder noch einmal um 26 auf 475 Feuerwehrfrauen. Damit liegt die Frauenquote in der Kreisfeuerwehr bei 14,7 Prozent. In dieser Statistik sind allerdings die 38 Kräfte der hauptamtlichen Wachbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Hameln nicht enthalten, darauf weist Kay Leinemann hin. Weiterhin bestehen im Landkreis sechs nebenberufliche Werkfeuerwehren, in denen 232 Kameradinnen und Kameraden ihren Dienst versehen. „Auch wenn die Firma Dura Teppichwerke in Hessisch Oldendorf zum Jahresende die Produktion eingestellt hat, besteht dort mit der Gründung der Firma HO-Logistik und Service GmbH die Werkfeuerwehr auch weiterhin“, teilt der stellvertretende Kreisbrandmeister mit. Weiterhin ging er in seinem Bericht auf das Ausbildungsgeschehen, die Brandschutzerziehung, die Technische Einsatzleitung (TEL2), die Fernmeldezentrale, den Gefahrgutzug, die Kreisbereitschaften, die Probensammelstelle, die Tauchergruppe Hameln, die Höhenrettungsgruppe Oldendorf, die Musikzüge, die Presse- und Medienarbeit und das Feuerwehrmuseum ein. Dabei wurde deutlich, welcher Umfang sich hinter den Feuerwehr-Schlagworten „Retten, Löschen, Bergen, Schützen und Musizieren“ im Einzelnen verbirgt. Insgesamt rückten die Feuerwehren im Landkreis zu 2024 Einsätzen aus, darunter 342 Brände und 956 technische Hilfeleistungen.

Kreisjugendfeuerwehrwart Thomas Kurbgeweit hatte positive Zahlen im Gepäck. „1264 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren sind in der Kreisjugendfeuerwehr aktiv, ein Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, berichtete er.

Ehrenmitgliedschaft im Kreisfeuerwehrverband für den ehemaligen stellvertretenden Kreisbrandmeister Frank Müller (re.), überreicht von Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke (li.). Im Hintergrund: Bernhard Witzky. FOTO: SBR
  • Ehrenmitgliedschaft im Kreisfeuerwehrverband für den ehemaligen stellvertretenden Kreisbrandmeister Frank Müller (re.), überreicht von Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke (li.). Im Hintergrund: Bernhard Witzky. FOTO: SBR

Mit der Ehrennadel in Silber des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen wurden der Erste Hauptbrandmeister Walter Schnüll (Coppenbrügge-Bessingen) sowie der Hauptbrandmeister Jörg Gottschalk von der Ortswehr Rumbeck ausgezeichnet. Das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze erhielten der Oberbrandmeister Sascha Eldacher (Großenwieden und KFB West) sowie die Brandmeister Christian Milde (Zersen), Michael Jendrollik (Pötzen) und Bernhard Witzky (Aerzen). Diese Auszeichnung in Silber erhielten die Hauptbrandmeister Michael Waczynski (Aerzen/Groß Berkel, Werkbrandmeister GKW und Sprecher der Werkfeuerwehren im Kreisfeuerwehrverband) und Uwe Behrendt (Ortsbrandmeister der Schwerpunktfeuerwehr Bad Münder) sowie die Oberbrandmeister Günter Wittchow (Emmerthal/Grohnde – Ortsbrandmeister und stellvertretender Zugführer in der KFB Ost) und Herbert Kunze (Salzhemmendorf – stellvertretender Zugführer in der KFB Ost). Das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold wurde an den Hauptbrandmeister Heinrich Jochim (stellvertretender Stadtbrandmeister Bad Münder) verliehen. Mit der Ehrenmedaille des DFV wurde Hessisch Oldendorfs Bürgermeister Harald Krüger ausgezeichnet und zum Ehrenmitglied im Kreisfeuerwehrverband ABM Frank Müller ernannt.

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