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Mit dem Dienstauto in den Urlaub: Darf man das?

Einen Dienstwagen bekommen alle wichtigen Politiker. Unsere Hamelner Bürgermeisterin Susanne Lippmann hat auch einen. Mit dem Auto wird sie zu allen ihren Terminen gefahren. Sie darf das Auto auch privat benutzen. „Das mache ich aber nicht“, sagt die Bürgermeisterin.

veröffentlicht am 30.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.07.2009 um 19:45 Uhr

Andere Politiker fahren mit ihren Dienstwagen sogar in den Urlaub. Deswegen sind zurzeit viele Menschen empört über die deutsche Gesundheitsministerin. Sie heißt Ulla Schmidt. Frau Schmidt soll sich in Deutschland darum kümmern, dass alle kranken Menschen gut versorgt werden.

Diebe nahmen die Autoschlüssel

Sie hat in den Urlaub nach Spanien ihr Dienstauto mitgenommen. Ulla Schmidt fährt das Dienstauto nicht selbst. Ein Fahrer bringt sie zu ihren Terminen. Im Spanien-Urlaub wurde der Gesundheitsministerin dann das Auto geklaut. Die Diebe hatten den Schlüssel aus dem Haus gestohlen, in dem Schmidts Fahrer gewohnt hat. Viele Menschen fragen nun, warum die Gesundheitsministerin das Auto und den Fahrer überhaupt mitgenommen hat. Der Dienstwagen ist zwar wieder aufgetaucht, aber ärgerlich sind die Menschen trotzdem.

Spanien ist von Deutschland rund 5000 Kilometer entfernt. Die Fahrt kostet viel Geld, und das müssen die Deutschen bezahlen. Der Dienstwagen gehört Ulla Schmidt nämlich nicht persönlich, sondern dem Staat. Der nimmt dafür das Steuergeld der Leute. Steuern zahlen alle Deutschen. Sie geben dafür einen Teil ihres Lohns ab.

Eine Sprecherin von Ulla Schmidt sagte, dass die Gesundheitsministerin in Spanien auch Termine hatte. Deswegen brauchte sie das Auto und den Fahrer. Viele Menschen denken aber, dass die Gesundheitsministerin sich auch einen Wagen in Spanien hätte leihen können. Das wäre viel billiger gewesen, sagen sie.

Die Leute vom Bund der Steuerzahler haben nun ausgerechnet, dass allein der Spanien-Urlaub von Ulla Schmidt mindestens 10 000 Euro kostet. Da die Gesundheitsministerin das Dienstauto mehrmals mit in den Urlaub genommen haben soll, sind die Kosten alle zusammen noch höher. Im Moment wird also ganz schön viel Wirbel um Frau Schmidt gemacht. Deswegen soll sie sich in der Politik auch erstmal zurückhalten.cl



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