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Hamelner Wasserretter reisen zum 100-jährigen Jubiläum der DLRG nach Berlin

Mit dem Boot in der Hauptstadt

Hameln/Berlin. Zum 100-jährigen Bestehen der DLRG reisten 15 Wasserretter der DLRG Ortsgruppe Hameln e. V. mit Boot zu den Feierlichkeiten nach Berlin. In DLRG-Mannschaftszelten auf dem Gelände des Strandbades Wannsee waren sie untergebracht. Aus der näheren Umgebung waren auch die DLRG-Ortsgruppen Rolfshagen und Bückeburg angereist.

veröffentlicht am 07.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 23:41 Uhr

Die Hamelner Delegation folgte an diesem Jubiläumswochenende auch der Einladung von Gabriele Lösekrug-Möller, MdB, die damit ihre Verbundenheit zur DLRG zeigte. Nach einem gemeinsamen Mittagessen besichtigten die Wasserretter den Deutschen Bundestag und bestiegen die Kuppel.

Am Samstag fand der Festakt im Schloss Charlottenburg statt, das in den internationalen Rettungsfarben Rot-Gelb geschmückt war. Im Beisein von Claudia, Clemens, Franziska, Hannah, Jonica, Karin, Sebastian, Silke und Thomas offenbarte sich Schirmherr Bundespräsident Joachim Gauck in seinem Grußwort als Rettungsschwimmer. Vor 55 Jahren noch in der damaligen DDR hat er sein erstes Rettungsschwimmabzeichen abgelegt. Ehrenamtliches Engagement sei keine Selbstverständlichkeit, machte der Bundespräsident deutlich. Termine wie dieser sowie Empfänge im Schloss Bellevue, bei denen er auf Menschen treffe, die sich aus freien Stücken und innerer Überzeugung engagierten, seien ihm die liebsten. DLRG – jedes Kind wisse, was es mit diesem Kürzel auf sich habe – jedenfalls sobald es das Seepferdchen gemacht habe, erklärte das deutsche Staatsoberhaupt. DLRG klänge fast nicht mehr wie eine Abkürzung, sondern wie ein eigenes Wort. Darum fiele gar nicht auf, dass in dem Begriff „Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft“ weder das Wort „Wasser“ noch das Wort „Schwimmen“ vorkomme. 100 Jahre DLRG, das hieße 100 Jahre Freude am Schwimmen und rettender Einsatz für andere, stellte Bundespräsident Gauck fest. Er sei da, um dafür zu danken – jedem einzelnen Rettungsschwimmer.

Derweil demonstrierten 200 DLRG-Rettungsboote mit über 1000 DLRG-Mitgliedern sowohl die außergewöhnliche Gemeinschaft innerhalb des Verbandes als auch gegen die Schließung von Hallenbädern. Dazu schipperten seit dem frühen Samstagmorgen Christoph, Friederike, Louis, Lukas und Hannelore mit dem Mehrzweckrettungsboot „Seestern“ auf der Spree.

Pünktlich zum Festaktende passierte der Bootskorso den Schlosspark. Rund zehn Stunden lang bewegten sich die Boote durch Berlin. Grund genug, am Nachmittag die Bootsbesatzung mit Malte, Moritz, Silke, Lukas und Jonica auszuwechseln. Die abendliche Party mit allen DLRG-Helfern sowie der Abschluss-Gottesdienst am Sonntag im Strandbad Wannsee genossen die Hamelner.

Zum 100-jährigen Bestehen schipperten auch Hamelner auf der Spree und demonstrierten sowohl ihren Teamgeist als auch gegen die Schließung von Hallenbädern.



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