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Mutter in den Wehen und ihr Vater geraten in Polizeikontrolle / Beamte begleiten sie ins Krankenhaus

Mit Blaulicht das Licht der Welt erblickt

Holzminden (bs). Das erste Knöllchen hat Lina Danielle schon vor der Geburt gedroht. Die junge Dame, die es mitten in der Nacht so eilig hatte, kam mit ihren Eltern erst in die Verkehrskontrolle. Und dann eskortierte die Polizei sie zum Krankenhaus. Dort kam der Wonneproppen am Freitag um 7.35 Uhr zur Welt. Am Sonntag besuchten die Freunde und Helfer Mama Natascha und Papa Marco Weber. Ein Knöllchen gab es nicht. Dafür Glückwünsche.

veröffentlicht am 24.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 14:21 Uhr

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„Soll ich mich beeilen?“

„Um 2.33 Uhr“, erinnert sich Natascha Weber, „ist die Fruchtblase geplatzt.“ Sie blieb ganz ruhig. Es ist ihr zweites Kind. „Wir sind ganz normal aufgestanden. Haben unsere Vermieterin gebeten, auf unsere zweijährige Tochter Thea Kathleen aufzupassen.“ Die Eltern aus Sievershausen setzten sich in ihren Wagen. Ziel ist das Krankenhaus Holzminden. Ganz bewusst hat sich Natascha Weber für die Entbindungsstation in Holzminden entschieden. Ihr gefällt die Atmosphäre. Die Webers müssen durch den Solling. „Mein Mann hat noch gefragt: Soll ich mich beeilen?“, erinnert sich Natascha Weber. Nein, habe sie gesagt, es seien zu viele Wildschweine unterwegs. Zwei hätten auch am Fahrbahnrand gestanden. Kurz vor Holzminden seien die Wehen heftiger geworden. Und Marco Weber tratt kräftiger aufs Gaspedal. 70, 75 Stundenkilometer waren es wohl in der Sollingstraße, als er hinter sich Scheinwerfer aufleuchten sieht. Als er dann nach rechts in die Liebigstraße abbiegen will, „brennt der Blinker durch“, schmunzelt Natascha Weber. Kurz darauf kommt die Kelle.

„Guten Morgen, allgemeine Verkehrskontrolle“, begrüßte der Polizeibeamte das eilige Paar. „Dazu kommen Sie zu spät“, scherzte der werdende Vater. „Das müssen wir wohl in den Kreißsaal verlegen“, bewies auch die werdende Mutter Humor. Natascha Weber lacht, „die Papiere mussten wir dann nicht vorzeigen, wir durften gleich weiterfahren“. Bis zur Ampel an der Bülte-Kreuzung. Die zeigte Rot. Und das sehr lange. „Da werden Minuten zu Stunden“, stöhnt Marco Weber. Und plötzlich war der Streifenwagen wieder da. Fuhr bei Rot über die Kreuzung. „Bitte folgen“, leuchtete im Display auf. Und die Webers folgten. Bis zur Krankenhaus-Pforte eskortierte sie die Polizei. Die Beamten verabschieden sich per Lichthupe.

„Wir sind hoch in den Kreißsaal. Ich hatte noch Zeit, die Begegnung mit den Polizeibeamten lustig zu erzählen. Dann war es vorbei mit lustig“, grinst Natascha Weber und schaut auf ihre Tochter. 53 Zentimeter groß und 3490 Gramm schwer ist sie bei der Geburt. Und kerngesund.

Freuen sich über das gesunde Mädchen: Dennis Urban und Mine Yasaroglu vom Polizeikommissariat Holzminden und die stolzen, schnellen Eltern Natascha und Dennis Weber (von links) aus Sievershausen.



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