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Heinrich Schöbel feiert 100. Geburtstag

Mit 98 Jahren noch sicher geradelt

Bad Eilsen (sig). Bei Männern ist in unseren Breitengraden ein Hundertjähriger noch eine Rarität. Heinrich Schöbel gehört dazu. Deshalb war auch die Schar der offiziellen Gratulanten, die ihn am Donnerstag im Alten- und Pflegeheim "Haus Berlin" besuchten, besonders groß.

veröffentlicht am 03.02.2007 um 00:00 Uhr

Er schaut noch mit wachen Augen ins Leben, nur das Gehör hat etw

Dass der gebürtige Schlesier in einem Jahrhundert mit zwei Weltkriegen, mit Gefangenschaft und vielen Entbehrungen so alt werden konnte, hat ihm niemand an seiner Wiege gesungen. Und ein Erfolg versprechendes Rezept hatte Heinrich Schöbel eigentlich auch nicht zu bieten. Vielleicht war es das: viel frische Luft und Bewegung. Immerhin saß der Jubilar noch mit stolzen 98 Jahren im Sattel seines Fahrrades. Für den ersten Weltkrieg war der im früheren Schweidnitz geborene Heinrich Schöbel noch zu jung. Aber das Grauen des Zweiten Weltkrieges blieb dem gelernten Steinsetzer nicht erspart. Er lag vor Stalingrad, wurde verwundet und kam in russische Gefangenschaft. Nach seiner frühen Heimkehr landete er zunächst in Pinneberg, wo Verwandte lebten. 1947 kam er nach Stadthagen, wo seine Frau Martha mit den beiden Töchtern Ursula und Christa Unterschlupft gefunden hatte. Die Wiedersehensfreude währte nur kurz: Die erste Ehefrau starb schon ein Jahr später. Als Mitarbeiter des Stadthäger Bauhofes verdiente Heinrich Schöbel den Lebensunterhalt für sich und seine Kinder. 1963 ging er noch einmal zum Standesamt. Kinder sind aus der zweiten Ehe jedoch nicht hervorgegangen. Im Oktober 2006 zog Heinrich Schöbel dann ins "Haus Berlin" ein. Zum Kreis der Gratulanten gehörten Vize-Landrätin Helma Hartmann-Grolm, Samtgemeinde-Bürgermeister Bernd Schönemann, Bürgermeister Horst Rinne und Pastor Reiner Rinne. Es gab Blumen, Präsente und eine Urkunde, unterzeichnet vom Ministerpräsidenten.



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