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Konkurrent Mölln in Sachen Sauberkeit geschlagen / 490 000 Zuschauer verfolgen das TV-Spektakel

Mit 5:3 - Bückeburg siegt beim Städte-Duell

Bückeburg/Mölln (tw). Geschafft. Bückeburg hat das NDR-Städteduell um die sauberste Kommune gegen den Konkurrenten Mölln mit 5:3 Punkten klar gewonnen. Rund 490 000 Zuschauer verfolgten Montagabend ab 20.50 Uhr in der TV-Sendung "Markt im Ersten" (Folge 829) das etwa achtminütige Spektakel - und sahen, wie Ex-Volksbankdirektor Ernst Engelking den Fernsehleuten die Residenz von ihrer Schokoladenseite präsentierte.

veröffentlicht am 09.05.2007 um 00:00 Uhr

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Dabei sah es in Runde eins für Bückeburg gar nicht gut aus, denn: Beim "Papierkorb-Test", hatte die Stadt gegen Mölln (18 500 Einwohner) klar das Nachsehen. 176 Körbe zählte NDR-Fernsehjournalist Jörg Göbel in Bückeburg, 196 dagegen in der Eulenspiegel-Stadt. Das waren "hier" 20 zu wenig. Ergebnis: 1:0 für Mölln. In Runde zwei nahm der NDR die Straßenreinigung in der jeweiligen Stadt unter die Lupe. Zwar mache die "in Bückeburg wie in Mölln einen guten Job", aber: Während die Residenz dafür - nur - 240 000 Euro ausgibt, zahlt die Eulenspiegel-Stadt 280 000 Euro pro Jahr. Und: "Während die Bückeburger", so der NDR, "für die Sauberkeit nur 1,90 Euro pro Quadratmeter Grundstücksgrenze berappen müssen, sind es in Mölln 2,90 Euro". Nicht zu vergessen: Hierzulande fegt, neben der Privatfirma, "zusätzlich noch eine kleine Kehrmaschine der Stadt", lobt der Sender. Fazit am Ende: Die Straßenreinigung in Bückeburg ist nicht nur billiger, sondern auch effektiver. Ein Punkt für Bückeburg - und damit Gleichstand. Von nun an indes sollten die Möllner im Städteduell kein Land mehr sehen. Beim "Kaugummi-Test" zählte der mit einem Holzrahmen ("Kaugummio-Meter") bewaffnete Engelking an einem dortigen Taxistand 52 (!) ausgespuckte Gummis pro Quadratmeter. Eine Zahl, die selbst Engelkings Gegenspielerin, die Möllner Fremdenführerin DagmarRossow, entsetzte. Die konnte bei ihrem Gegenbesuch in Bückeburg noch so sehr suchen - mehr als 25 Gummis pro Quadratmeter waren selbst am Bahnhof nicht zu finden. Ergebnis nach Runde drei: 2:1 für die Residenz. Nun kam's auf die "Sympathiepunkte" an, die sowohl Rossow als auch Engelking bei ihrem Besuch vor Ort für die jeweils andere Stadt vergeben durften. Beide gaben der Konkurrenz zwei von drei möglichen Zählern. Bückeburg erhielt dabei nur deswegen nicht die volle Punktzahl, weil die Möllerin "zu viele Zigarettenkippen" im Stadtbild ausgemacht hatte. Endstand eine Runde vor Schluss: 4:3 für Bückeburg. Spätestens zu diesem Zeitpunkt dürften sich die zahlreichen Bückeburger, die das Geschehen vorgestern am Fernseher verfolgten, vor Freude auf die Schenkel geschlagen haben. Denn sie wussten, was außer ihnen und den Möllnern kein Zuschauer wissen konnte. Nämlich, dass sie gegen Mölln nun nicht mehr verlieren konnten. Denn das zum Schluss der Sendung ausgestrahlte "Fegeduell" (wir berichteten) hatten sie ja bereits gewonnen. Zur Erinnerung: Weil Engelking, aber auch BSM-Chef Sønke Lorenzen sowie die Landes-Zeitung am 17. April per Aufruf 130 Feger auf den Marktplatz gelockt hatten, Mölln daheim dagegen nur 50 aufbieten konnte, ging auch dieser Punkt an Bückeburg. Endstand: 5:3 Punkte für die Residenz. "Bückeburg ist die sauberere Stadt", verkündete der Sender.

Voller Einsatz: Ein NDR-Kameramann filmt Bürgermeister Reiner Br
  • Voller Einsatz: Ein NDR-Kameramann filmt Bürgermeister Reiner Brombach, als er am 17. April vom Balkon des Rathauses aus 130 Feger auf dem Marktplatz zählt.
Sie sind nicht zu stoppen: Die 130 Feger bescheren der Residenz
  • Sie sind nicht zu stoppen: Die 130 Feger bescheren der Residenz den letzten Punkt im Duell gegen Mölln. Endstand: "5:3" für Bückeburg, meldet das NDR-Fernsehen. Fotos: tol/tw


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