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"Fränkische" produzieren pro Tag 1,5 Millionen Rohrmeter / Pörtner und Hey zu Besuch

Mit 27 Tagesproduktionen einmal um die Welt

Bückeburg (bus). Der Landtagsabgeordneter Friedel Pörtner ist im Rahmen seiner Betriebsbesuche Gast der "Fränkischen Rohrwerke" gewesen. Gemeinsam mit Pörtner unterwegs war der Stadtverbandsvorsitzende der CDU, Thorwald Hey. Auf Seiten der "Fränkischen" standen Werksleiter Herbert Schlesiger und Fertigungsleiter Cord Barnewold Rede und Antwort.Als "besonders erfreulich" bezeichneten die Besucher "die hier anzutreffende große Solidarität zwischen Führung und Arbeitnehmern". Das drücke sich nicht zuletzt in einer kaum bemerkbaren Fluktuation aus. Zahlreiche Mitarbeiter gehörten dem an der Scheier Straße ansässigen Unternehmen seit mehr als 15, einige sogar seit 45 Jahren an.

veröffentlicht am 03.04.2006 um 00:00 Uhr

Thorwald Hey (von links), Cord Barnewold, Herbert Schlesiger und

Der Bückeburger Betrieb ist Teil einer drei Werke umfassenden Gesellschaft mit Hauptsitz im fränkischen Königsberg. Das 1906 als "Fränkische Isolierrohr- und Metallwaren-Werke" in Schweinfurt gegründete Familienunternehmen - Produktprogramm seinerzeit: Metallrohre für die Elektroinstallation - beschäftigt insgesamt etwa 1300 Mitarbeiter, welche nach Werksangaben täglich auf mehr als 250 Produktionsanlagen etwa 1,5 Millionen Meter unterschiedlichste Rohrsysteme fertigen. "Damit haben wir in weniger als 27 Tagen die Erde mit unserer Produktion einmal umrundet", heißt es in Königsberg. Spezialgebiete der "Fränkischen" sind Kunststoff-Wellrohrtechnik und Verbundrohrtechnik. Der Standort Bückeburg kam 1964 in den Besitz der Gründerfamilie Kirchner. "Produktion von Kunststoff-Dränagerohren für den Hoch- und Tiefbau sowie für die Landwirtschaft" nannten die Gastgeber als Hauptbeschäftigungsfelder. Darüber hinaus diene die ehemalige Residenzstadt als Umschlagplatz der in den anderen Werken hergestellten Produkte. Schlesiger erinnerte daran, dass eine wegen der schlechten Absatzlage 2004 vorgesehene betriebsbedingte Kündigung von 14 Mitarbeitern nicht realisiert worden sei. Der Werksleiter: "Nach erfolgreichen Verhandlungen mit dem Betriebsrat kamen andere Maßnahmen zum Tragen wie die Einführung von Kurzarbeit." Gegenwärtig befänden sich die 66 Mitarbeiter (2002: 75, 2004: 68) in einer Kurzarbeitsphase, die im November 2005 begann und voraussichtlich Ende April dieses Jahres auslaufen werde. Schlesiger und Barnewold rechneten nicht mit einer kurzfristigen Verbesserung der Baukonjunktur. Da auch die finanzielle Situation bei denöffentlichen Auftraggebern und in der Landwirtschaft weiterhin angespannt sei, bleibe die Lage schwierig. "Unsere Bemühungen gehen in die Richtung, durch Steigerungen beim Export eine bessere Auslastung zu erzielen und somit den Standort Bückeburg langfristig zu sichern. Eine für aufmerksame Bückeburger augenfällige Änderung, die mit erheblichen Kostensenkungen einherging, war die Schließung des Außenlagers an der Justizvollzugsanstalt. Für dieses Areal suchen die "Fränkischen Rohrwerke" nach wie vor einen Nachmieter.

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