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Ortsrat Steinbergen: Weiterer Blitzer in der Dorfmitte gefordert

Mit 26 Millionen Euro zu teuer: Alternativen zu Tunnelbau gesucht

Steinbergen (clb). Um die kritische Verkehrssituation an den Bundesstraßen zu entschärfen, fordert der Ortsrat Steinbergen einen weiteren Starenkasten an der B 83 in der Dorfmitte. Damit sollen zunächst die hohen Geschwindigkeiten eingedämmt werden. Des weiteren wurden in der Sitzung am Donnerstagabend die Tunneloption sowie die geplante Alternativ-Lösung von Studenten der Fachhochschule Holzminden (wir berichteten) diskutiert.

veröffentlicht am 26.05.2007 um 00:00 Uhr

WGS-Fraktionssprecher Artur Böger rief dazu auf, sich zu überlegen, wie man den Verkehr aus Steinbergen herausbekommen könne. Dazu schlug er vor, dass sich eine Gruppe aus dem Ortsrat bilden sollte, um Lösungsvorschläge zu erarbeiten. "Beim Bau der B 83 und dem Neubau der Weserbrücke ist versäumt worden, durch den Berg zu gehen", erinnerte Ortsbürgermeister Heiner Bartling. Man sollte nun versuchen, über den Stadtrat und den Kreistag politisch Druck zu machen, damit dieses Thema nicht einfach wieder von der Tagesordnung verschwindet. Als Vorbild für Steinbergen nannteBartling die Tunnelvariante in Porta Westfalica, für die Bürger und Politiker jahrelang hätten kämpfen müssen. SPD-Fraktionssprecher Markus Witt vermutete, dass die Verkehrszahlen gegenüber der letzten Zählung weiter angestiegen seien und beantragte eine neue. Erster Stadtrat Jörg Schröder bezeichnete die Situation in Steinbergen als größtes Verkehrsproblem im ganzen Landkreis. Eine Tunnellösung würde die Verkehrsbelastung zwar deutlich reduzieren, sei aber mit einem zu hohen Kostenaufwand (rund 26 Millionen Euro) verbunden und daher beim Bundesverkehrsministerium nicht als "vordringlicher Bedarf" eingestuft worden. Schröder: Wenn das Problem gelöst werden soll, dann "müssen wir uns Alternativen überlegen, damit sich das Verhältnis der Kilometer zum Bauaufwand verringert". Torsten Wichmann (WGS) rief dazu auf, sich die Unfallstatistiken vor Auge zu halten und nicht nur die Unfälle auf der B 238 zu nennen, sondern auch die auf der B 83 nicht zu vergessen. Zudem seien die Geschwindigkeiten der Lkw im Ort nicht länger hinnehmbar. Artur Böger schlug vor, mehr Radarkontrollen vorzunehmen. Auch der neue Blitzer vor dem Ortseingang aus Richtung Bückeburg wurde kritisiert. Monika Berlitz (SPD) kommentierte: "Dieser Starenkasten ist völlig lächerlich, er hätte ins Dorf gemusst, aber nicht dahin." Sobald nämlich die Autos an dem Blitzer vorbei gefahren seien, würden alle wieder Gas geben. Heike Hamann (SPD) schlug daraufhin vor, ein weiteres Messgerät an der Fußgängerampel zu installieren. Letztlich fasste der Ortsrat den einstimmigen Beschluss, einen weiteren Starenkasten an der B 83 als erste Maßnahme zu fordern. Des weiteren wird sich eine kleine Gruppe des Ortsrates genauer mit der Verkehrssituation befassen.



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