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Missbrauchsfall Lügde: Dritte Anklage in 162 Fällen

Im Fall Lügde wirft die Anklage dem 34 Jahre alten Mario S. aus Steinheim sexuellen und schweren sexuellen Missbrauchs von Kinder in 162 Fällen vor. Nach Angaben des Landgerichts Detmold umfasst die 45 Seiten lange Anklageschrift Taten im Zeitraum von 1999 bis zum 11. Januar 2019 auf dem Campingplatz bei Lügde. Die Staatsanwaltschaft Detmold hat 17 Opfer, acht Mädchen und neun Jungen, aufgeführt, die zum Zeitpunkt der Taten minderjährig waren. Im Fall der beiden anderen Hauptbeschuldigten hatte das Gericht bereits zu einem früheren Zeitpunkt Details veröffentlicht. Demnach werden dem 56-jährigen Hauptverdächtigen Andreas V. von der Anklage 293 Fälle vorgeworfen. Demnach soll sich der Mann unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen, schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie dem Besitz von kinderpornografischen Schriften verantworten. Ein Komplize (49) aus Stade in Niedersachsen ist mitangeklagt, weil er unter anderem in mindestens vier Fällen an Webcam-Übertragungen des Dauercampers teilgenommen haben soll. Teilweise soll er den Hauptverdächtigen vorher ausdrücklich zum Missbrauch aufgefordert haben. Nach bisheriger Planung könnte der Prozess am 27. Juni in Detmold beginnen.

veröffentlicht am 29.05.2019 um 15:33 Uhr



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