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Missbrauchs-Angeklagter behauptet Erpressung

Der Hauptangeklagte im Missbrauchsfall Lügde, Andreas V. (56), hat aus dem Gefängnis heraus die Mutter eines seiner mutmaßlichen Opfer wegen Erpressung angezeigt. Das sagte sein Verteidiger Johannes Salmen am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Demnach soll die Pyrmonterin nach den Taten an ihrer damals neunjährigen Tochter im Sommer 2018 zunächst Geld von dem Dauercamper gefordert und erst später angezeigt haben, weil er die zweite Rate nicht zahlen konnte. Der Hamelner Jurist Roman von Alvensleben, der Kind und Mutter im Lügder Missbrauchsprozess vertritt, dementierte umgehend: "Der Angeklagte lügt", sagte der Opferanwalt nach Rücksprache mit der Mutter auf Anfrage dieser Zeitung . "Das passt genau in mein Bild seines Verhaltens." Von Alvensleben vermutet, "dass sich ein krankes Hirn hier nochmal wichtig machen will". V. habe schließlich auch behauptet, seine Übergriffe hätten den Kindern gefallen.

veröffentlicht am 09.07.2019 um 18:24 Uhr



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