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Bericht der Gleichstellungsbeauftragten

"Missbrauch und Gewalt leider auch Themen"

Rehren (la). Während der jüngsten Ratssitzung hat die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Auetal, Vera Kuhlmann, ihren Tätigkeitsbericht abgegeben. "Als kommunale Gleichstellungsbeauftragte bin ich Ansprechpartnerin für die Frauen in der Verwaltung und für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde", sagte Kuhlmann.

veröffentlicht am 04.10.2008 um 00:00 Uhr

Vera Kuhlmann

"Die Anerkennung der gleichberechtigten Stellung in der Gesellschaft, der Widereinstieg in den Beruf sowie Maßnahmen gegen Gewalt und sexueller Missbrauch stehen dabei im Vordergrund", sagte Kuhlmann. Darüber hinaus setzt sie sich für die Belange von Mädchen in Schule, Ausbildung und in der Jugendarbeit ein und initiiert zielgruppenspezifische Maßnahmen für Alleinerziehende und Sozialhilfeempfängerinnen. Bei Personalmaßnahmen, wie zum Beispiel Einstellungen, habe sie mitgewirkt. "Während der Bewerbungsgespräche, an denen ich teilgenommen habe, konnte ich die Rechte und Pflichten der Gleichstellungsbeauftragten einbringen", so Kuhlmann. Von einzelnen Mitarbeitern der Gemeinde wurde sie aufgesucht und um Rat gefragt. "Gewalt und sexueller Missbrauch sind leider auch Themen in der Gemeinde Auetal", stellte Kuhlmann fest. Mehrmals sei sie um Rat gefragt worden, welche rechtlichen Möglichkeiten es bei häuslicher Gewalt für Frauen und Kinder gibt - zum Beispiel Unterbringungsmöglichkeiten im Frauenhaus oder auch Polizeischutz. "Ich habe Gespräche mit Betroffenen oder über Dritte geführt, weil sich die Frauen nicht zu erkennen geben wollten und Begleitungen ins Frauenhaus organisiert", so Kuhlmann. Um Rat und Mithilfe wurde die Gleichstellungsbeauftragte von einer Familie gebeten, die einen jungen Erwachsenen bei sich aufgenommen hatte, der von seinem Stiefvater verprügelt wurde. Da der junge Mann mittellos war und keinerlei finanzielle Unterstützung von seiner Familie bekam, mussten einige Anträge zur finanziellen Absicherung gestellt werden. "Eine allein erziehende Mutter habe ich bei Behördengängen, Gesprächen mit dem zuständigen Sozialamt und bei der Wohnungssuche unterstützt", sagte Kuhlmann. Solche Unterstützung erfordere einen hohen Zeitaufwand über Tage, Wochen oder Monate. Kontakt: Vera Kuhlmann ist donnerstags von 17 bis 18 Uhr im Rathaus der Gemeinde zu erreichen. "Da die Sprechstunde innerhalb der Verwaltung fast gar nicht angenommen wird, ist es wichtig Gespräche außerhalb dieser Örtlichkeiten und Zeiten anzubieten", weiß Vera Kuhlmann. Diese erfolgen nach telefonischer Absprache.



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