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Wechsel des Stromversorgers als Papierflut / Südhorster zwischen Verärgerung und Amüsement

"Mir scheint, dass Sie zu Scherzen neigen"

Südhorsten (mw). Stephan Beck hatte sich alles ganz einfach vorgestellt. Nachdem ihm die E.on Westfalen Weser AG Anfang November 2007 mitgeteilt hatte, die Strompeise zu erhöhen, kündigte er seinen Vertrag zum Jahresende, um den Versorger zu wechseln - nicht ahnend, was passieren würde.

veröffentlicht am 09.02.2008 um 00:00 Uhr

Alle Hände voll zu tun hat Stephan Beck im Bemühen, den Stromanb

Der Ablauf im Zeitraffer: Nachdem Beck seinen Stromvertrag am 19. November 2007 gekündigt hatte, schickte der Energiekonzern am 21. November eine Jahresrechnung und teilte mit, die Vorauszahlung für 2008 am 20. Dezember abbuchen zu wollen. Beck kündigte am 9. Dezember erneut (diesmal mit Einschreiben) und widerrief die Einzugsermächtigung. E.on Westfalen Weser zog das Geld dennoch am 20. Dezember ein. Der 51-Jährige stornierte die Abbuchung und kündigte erneut per Einschreiben. Am 29. Dezember schrieb der Konzern, er werde die Vorauszahlung inklusive 4 Euro Stornogebühr erneut einziehen. "Mit Verlaub gesagt, scheint es mir, dass Sie zu Scherzen neigen", überschrieb Beck eine E-Mail an E.on, kündigte zum vierten Mal und widerrief noch einmal die Einzugsermächtigung. Dennoch wurde sein Bankkonto am 7. Januar belastet. Einen Tag später stornierte Beck die Lastschrift und wurde in einem E.on-Laden in Minden vorstellig. Dort übergab er Kündigung Nummer fünf und erfuhr, dass sein Zweitarifzähler gegen einen Eintarifzähler getauscht werden muss. Am 10. Januar erhielt er wieder eine Rechnung mit nunmehr weiteren 4 Euro Stornogebühr. Daraufhin erstellte der Südhorster eine eigene Abrechnung für 2007 und überwies den von ihm ermittelten Betrag. "Dann sind wir bis zum 31. Dezember 2007 klar", dachte Beck. Der Stromzähler wurde am 21. Januar durch E.on getauscht - auf dem Anmeldeformular wurde "Anbieterwechsel zum 1.2.08" vermerkt. Mit Schreiben vom 22. Januar schickte der Stromkonzern endlich eine "Schlussrechnung" für das Jahr 2007. Dann der Knaller: "Sehr geehrter Herr Beck, wir begrüßen Sie als neuen Kunden von E.on Westfalen Weser und bestätigen den Abschluss Ihrer Versorgungsverträge", teilte das Unternehmen mit und nannte den 1. Januar als Vertragsbeginn. Datiert ist der Brief mit dem Tag des Zählerwechsels, der Poststempel ist aber vom 1. Februar. "Ich musste eigentlich nur lachen", sagte Beck und kann sich das Grinsen auch beim Pressegespräch nicht verkneifen. Rein vorsorglich hat Beck zwischenzeitlich wieder einen Brief aufgesetzt und Widerspruch eingelegt.



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