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Christian Wulff gestern zu Gast beim Pumpen-Spezialisten / Bretthauer versichert: "Unser Standort bleibt Gelldorf"

Ministerpräsident lobt Leistungen der "Bornemänner"

Gelldorf (sig). "Deutschland - Land der Ideen, und mittendrin ein Schaumburger Betrieb, der bewiesen hat, zu Ungewöhnlichem fähig zu sein." Auf diese kurze Formel könnte man das bringen, was gestern Anlass zu einer Großveranstaltung auf dem Gelände der Firma Bornemann war. Und dieser Anlass war immerhin so wichtig, dass Ministerpräsident Christian Wulff nach Gelldorf kam.

veröffentlicht am 19.09.2006 um 00:00 Uhr

Über tausend Besucher nutzten gestern den Tag der offenen Tür be

Schon vor einem halben Jahr hatte Wulff dem Geschäftsführer des erfolgreichen Betriebes, Dr. Ingo Bretthauer, die Zusage gegeben, zum "Tag der offenen Tür" ins Schaumburger Land zu kommen. Und er hat Wort gehalten. Der weltweit operierende Pumpenhersteller gehört zu den wenigen mittelständischen Betrieben Niedersachsens, die aus über 1200 deutschen Bewerbern für diese nationale Aktion ausgewählt wurden. Es mussten schon ganz besondere Projekte sein, die in die Phalanx von 365 Orten aufgenommen wurden. Jeder ausgesuchte Ort sollte die Chance bekommen, an einem der 365 Tage des Jahres 2006 sich selbst und das vorzustellen, was ihn so ungewöhnlich macht. Die Maschinenfabrik hat eine weltweit als fundamental eingestufte Technologie entwickelt, mit der künftig Öl- und Gasvorkommen ohne die aufwendigen Plattformen oder Bohrschiffe erschlossen werden können. Das erste Fördersystem dieser Art wird im Golf von Mexiko seine Arbeit aufnehmen. Ministerpräsident Christian Wulff sparte nicht mit lobenden Worten für die Leistungen der Konstrukteure und Techniker, die diesen Quantensprung in der Fördertechnik ermöglicht haben. Sie seien auch ein Beweis für den hohen Ausbildungsstand des Unternehmens, das in der Region zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen hat. Wulff erkannte auch die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensleitung und dem Betriebsrat an sowie das Bemühen der heimischen Politiker, Hürden möglichst schnell aus dem Weg zu räumen. Mit diesem Lob sind sowohl der Landkreis als auch die Stadt Obernkirchen und der Ortsrat Gelldorf gemeint. Für Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier ist das kerngesunde Unternehmen ein Beweis dafür, dass man keineswegs einen Standortwechsel ins Ausland vornehmen müsse, um erfolgreich zu sein. Zusätzliche Anerkennung dafür erhielt das Management vom Obernkirchener Bürgermeister Horst Sassenberg. Dr. Ingo Bretthauer unterstrich seine Linie mit dem Hinweis darauf, dass die Firma Bornemann in Gelldorf deutlich mehr investiere als in China, wo in einem kleineren Zweigwerk Zulieferteile hergestellt werden. "Alle anspruchsvollen Produktionen bleiben im Land."

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