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Minister: Verordnung auf dem Prüfstand

Steinhuder Meer (at). Die Steinhuder-Meer-Verordnung gerät zwar nicht aus den Fugen, aber in Bewegung. Veränderungen an dem von vielen Meer-Nutzern ungeliebten Regelwerk scheinen nun möglich zu werden. Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander war nach Steinhude gereist, um mit Vertretern aus Verwaltung, Politik, Verbänden und Vereinen einige ebenso zentrale wie strittige Positionen zu besprechen.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 13:46 Uhr

Fazit: Es wird eine Pilotphase geben, weg von allzu starren Regelungen für das Nachtfahr- und das Winterbefahrensverbot. Gutachterlich begleitet soll so geprüft werden, ob es nicht doch möglich ist, auf einem festgelegten Korridor Boote beispielsweise von Steinhude und Mardorf zur Insel Wilhelmstein fahren zu lassen. Auch das gestern vom Vorsitzenden der Notgemeinschaft Steinhuder Meer, Michael Oswald, erneut kritisiert Nachtverbot könnte dahingehend gelockert werden, dass es nicht bereit direkt bei Einbruch der Dunkelheit greift, wie das bisher gilt. Zudem prüft das Ministerium, ob die von Seglern geforderte Änderung der Führerscheinpflicht - vor allem für ausländische Gäste - unbürokratisch geändert werden kann. Locker gab sich auch die Region: Fachbereichsleiter Holger Schöne sagte, flexible Regelungen seien im Sinne des Regionspräsidenten Hauke Jagau. Auch die Kompetenzverschiebung der Zuständigkeit auf die Kommunen sei nicht ausgeschlossen. Der Gesprächstermin war Folge des Fischermahls am Fischerkreidag im Mai. Damals war Sander Gast des Fischervereins und, so sagte er jetzt, "erstaunt, dass ich was auf die Mütze bekommen habe". Er sei der Meinung gewesen, dass die Verordnung ordentlich vorbereitet und einvernehmlich beschlossen worden war.

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