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Minimum: Eine richtige Ganztagsschule

Lindhorst (jl). Der Schulstandort Lindhorst reiht sich nicht in die Warteschlange für eine oder mehrere neue Gesamtschulen in Schaumburg ein. Der Schulstandort will aber bei etwaigen Änderungen der Schullandschaft einbezogen werden -zum Beispiel als eine vollwertige, so genannte gebundene Ganztagsschule. Das ist der Tenor der Diskussion im Schulausschuss der Samtgemeinde gewesen, an deren Ende ein stimmig verabschiedeter Antrag mit obiger Stoßrichtung stand.

veröffentlicht am 30.11.2007 um 00:00 Uhr

Der Anstoß kam, wie berichtet, von der CDU. Deren Fraktionschef und Ausschussvorsitzenden Dietmar Hasemann geht es nicht primär darum, das Schulzentrum Lindhorst sofort als potenziellen Standort für eine neue IGS anzumelden, wie es Obernkirchen, Rodenberg und Helpsen bereits getan hätten. Hasemann ist es wichtig, "dass wir angesichts dieser Entwicklung wahrgenommen werden", betonte er. Deshalb zielt der Antrag darauf ab, dass das Schulzentrum Lindhorst im Fall der Freigabe neuer Gesamtschulgründungen durch die Landesregierung in ein vom Kreis zu erstellendes "Gesamtkonzept" einzubinden sei. Das müsse nicht "von vornherein eine IGS wie in Stadthagen sein. Das kann auch eine gebundene Ganztagsschule sein", betonte der CDU-Politiker. Diesen Tenor setzte Cerstin Bayer (SPD) fort. Die SPD sei grundsätzlich für Gesamtschulen, wolle aber im Fall Lindhorst "keine falschen Hoffnungen wecken". Für sie sei eine Kooperative Gesamtschule mit Ganztagsbetrieb der bessere Weg." Haupt- und Realschulrektor Werner Stünkel stellte fest, dass die Dreigliedrigkeit mit freiem Elternwillen "nicht zu funktionieren scheint". Im Fall Lindhorst bedeute das eine starke Abwanderung zum Gymnasium, wobei der Schülerschwund durch die demographische Entwicklung noch verstärkt werde. Die Alternative KGS enthalteübrigens auch den "Systemnachteil" Elternwille, merkte der Pädagoge an. Chancen sah er in einem ausgefeilten Schulprofil, zum Beispiel mit engerer Kooperation mit Berufsschulen, einer auf zehn Jahre verlängerten Hauptschule und möglichst viel gemeinsamen Unterricht bis zur achten Klasse. Sympathie bekundete Stünkel für ein Schulsystem, das zurzeit von Experten auf Bundesebene diskutiert werde: "Ein integratives Schulsystem neben dem Gymnasium".



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