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Unbekannte lassen aus Heimatvereins-Schuppen am Backhaus etwa drei Raummeter mitgehen

Mindestens 20 Schubkarren Holz sind weg

Kleinenbremen (ly). Entrüstung im Heimatverein Kleinenbremen: Unbekannte haben aus einem Schuppen am Lohmannschen Backhaus etwa drei Raummeter Brennholz gestohlen. Entdeckt wurde der Diebstahl während der "Aktion saubere Landschaft". Wann die Tat passiert ist, lässt sich nicht mehr genau rekonstruieren.

veröffentlicht am 19.03.2008 um 00:00 Uhr

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"Wir leisten ehrenamtliche Arbeit und opfern Zeit", sagt Walter Caselitz ("Ich bin total enttäuscht"), Vorsitzender der Heimatfreunde. "Nun besteht die Gefahr, dass bei einigen Mitgliedern Frust einsetzt." Eine Strafanzeige behält sich der Verein vor. Vorstandsmitglied Hermann Stich geht davon aus, dass es mehrere Holzdiebe waren. Er schätzt, dass mindestens 20 Schubkarren abtransportiert worden sind. "Die haben sich richtig Arbeit gemacht. Und sie sind ein Risiko eingegangen, weil daneben der Kindergarten und ein Restaurant liegen." Es sei denn, der Holzklau ist mitten in der Nacht passiert. Wie viel Mühe Brennholz macht, kann Hermann Stich beurteilen. Er und Werner Wippermann haben die Weißbuchen erst auf Meterstücke geschnitten, dann gespalten, schließlich aus dem Steinbruch des Besucherbergwerks zum Backhaus im Unterdorf geschafft und dort gestapelt. "Zwei Tage Arbeit waren das", erinnertsich Wippermann. Zur Verfügung gestellt hatte das Holz Dr. Gerhard Franke, Leiter des Museums für Bergbau und Erdgeschichte, nachdem im anliegenden Steinbruch vor einigen Wochen beim Großreinemachen Bäume gefällt worden waren. Zum Teil ist jetzt dieses zwischenzeitlich aufbereitete Holz gestohlen worden, teils andere Scheite, die schon länger zum Trocknen im Schuppen des Backhauses gelegen hatten. Bisher war der Schuppen offen. "Nun", sagt Hermann Stich, "wird er abgeschlossen." Ebenfalls nur mit dem Kopf schütteln können Stich, Caselitz und Wippermann über eine weitere Entdeckung am selben Tag: Auf der Wiese am Backhaus lagen zwei Müllbeutel mit vollen Windeln. Kein Einzelfall, denn einige Monate zuvor hatten die Heimatfreunde etwa die gleiche Menge Windeln aus dem Mühlenbach geholt - allerdings einzeln. Der Heimatverein Kleinenbremen gilt als besonders rührig. Meistens stemmen die Mitglieder mehrere Projekte gleichzeitig. Zurzeit kümmern sie sich unter anderem um den kompletten Wiederaufbau des Meierhof-Backhauses sowie die Einrichtung einer Energie- und Kulturwerkstatt in der Mönkhoffschen Wassermühle gleich nebenan.



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