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Rintelner im Lotto-Fieber / Was tun mit dem Jackpot? / Spielerzahl verdoppelt

Millionen in Sicht? "Verschwinden, bevor die Familie was merkt!"

Rinteln (ur). Rund 43 Millionen Euro warten am heutigen Mittwoch auf den oder die Jackpot-Gewinner beim Lotto - und diese einzigartige Höhe sorgt für eine ebenso schwindelerregende Nachfrage: Scheine waren vielerorts schon Mangelware und die Filialen und Annahmestellen mussten schon viel logistisches Talent aufbringen, um dem regen Zulauf gerecht zu werden.

veröffentlicht am 05.12.2007 um 00:00 Uhr

Viel Glück! Ingo Schäfer nimmt den Tippschein von Gerhard Kistel

Dabei scheint es sich bei den Lottospielernüberwiegend um besonders edel denkende Menschen zu handeln. Denn auf die Frage, was sie denn mit dem Millionengewinn anfangen wollen, stand bei vielen Rintelnern gestern Vormittag immer wieder die Antwort "für gute Zwecke spenden" im Vordergrund. Auch in Rinteln mobilisierte die Aussicht auf den gigantischen Batzen Weihnachtsgeld viele, die "eigentlich nie" Lotto spielen. In der Annahmestelle am Markt geht Inhaberin Kerstin Exner davon aus, dass die Zahl der Kunden sich mehr als verdoppelt hat: "Und zwei von drei Kunden sind Leute, die nie oder nur sehr unregelmäßig spielen - die Summe lockt natürlich". Probleme mit einem Mangel an Scheinen aber hat sie nicht: "Dieser Ansturm war ja durch die Entwicklung bei den letzen Ziehungen vorhersehbar." Eine interessante Beobachtung hat Elke Schäfer gemacht, deren Lotto-Annahme in Rinteln gleich mit zwei Standorten im Industriegebiet Süd und in der Fußgängerzone vertreten ist: "Wir merken den Zulauf durch Neukunden vor allem in der buchstäblich letzten Minute: Am vorigen Sonnabend gaben sich die Leute bis 18.30 Uhr die Klinke in die Hand." Allerdings gibt bei Schäfers der vertraute Kundenstamm immer noch die Mehrzahl der Lottoscheine ab. Auf die Frage, was man denn nach einem Gewinn des Jackpots machen werde, erhielten wir neben diversen Hinweisen auf gemeinnützige und soziale Zwecke überwiegend die Antworten Weltreise, Immobilien für sich und die Kinder oder auch die eigene Yacht und den Sportwagen mitunter auch sehr verblüffende Reaktionen: "Ich überweise das Geld sofort auf ein Auslandskonto und verschwinde, bevor meine Familie das merkt!" bekannte ein Herr um die 40 offenherzig. Und eine höchstens 30-jährige Dame meinte vergnügt: "Ich kaufe meine Firma auf und entlasse sofort den Geschäftsführer!" Am Würstchenstand aber herrschte eher Betroffenheit ob des Risikos, den ganzen Zaster einzustreichen: "Wahrscheinlich knallt man dann durch und endet wie Lotto-Lothar." Es ist also nicht in jedem Falle wünschenswert, "Opfer" eines solchen Jackpots zu werden. Ob Sie sich trauen würden, damit klar zu kommen? Im Zweifelsfall hilft Ihnen der Schreiber dieser Zeilen dabei gern ...

Unglaubliche Summe: 43 Millionen Euro sind im Jackpot.
  • Unglaubliche Summe: 43 Millionen Euro sind im Jackpot.


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