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Milchbauern übergeben Sander „Brandbrief“

Kreis Holzminden (spe). Wie in ganz Deutschland haben auch im Landkreis Holzminden Milchbauern des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter in den Parteibüros von CDU, SPD und FDP einen „Brandbrief“ überreicht zur Weitergabe an die Bundestags- und Landtagsmitglieder.

veröffentlicht am 29.06.2009 um 17:18 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 09:41 Uhr

sander
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Kreis Holzminden (spe). Wie in ganz Deutschland haben auch im Landkreis Holzminden Milchbauern des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter in den Parteibüros von CDU, SPD und FDP einen „Brandbrief“ überreicht zur Weitergabe an die Bundestags- und Landtagsmitglieder.
 Einen „Brandbrief“ überreichte Hartwig Schomburg aus Ottenstein, Teamleiter Kreis Holzminden des Bundesverbandes, in Golmbach an Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander, der auch FDP-Kreisvorsitzender ist. Darin fordern die Milchbauern unverzügliches und konsequentes politisches Handeln gegen die Milchmarktmisere.
 Rund 100 Milchbauern gibt es im Landkreis Holzminden. Einigen von ihnen steht die Milch, die sie melken, buchstäblich bis zum Hals. „Die finanzielle Lage vieler Milcherzeugungsbetriebe spitzt sich täglich dramatisch zu“, sagt Hartwig Schomburg, der auch in Brüssel und beim Tag der Niedersachsen protestiert hat. Viele wissen schon jetzt nicht mehr, wie sie ihre laufenden Betriebskosten decken können.“
 In dem „Brandbrief“, den Schomburg zusammen mit seinen Landwirtskollegen Karl Hünerberg aus Eimen und Friedrich Oerke aus Golmbach an die Parteien übergeben hat, werden vor allem die Bundesregierung und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, „umgehend die notwendigen Schritte für eine zeitlich befristete Aussetzung von fünf Prozent Milchmenge auf EU-Ebene nicht nur einzuleiten, sondern sofort umzusetzen“.

 Das „Verhalten der Politikspitze“ sei „unverantwortlich“, weitergehende Entscheidungen bis nach der Bundestagswahl im September aufschieben zu wollen, nicht akzeptabel.
 „Es reicht nicht, sich jetzt auf den Bekundungen der EU-Regierungschefs auszuruhen“, so der Milchviehhalter-Teamleiter für den Kreis Holzminden. 

 „Aus Verantwortung für den Erhalt von Arbeitsplätzen in den ländlichen Räumen ist es unverantwortlich, sich für Marktanalysen und die Erarbeitung von Lösungsvorschlägen mehr als drei Monate Zeit zu lassen.“
 Zwar erkenne man die bisherigen Bemühungen der Bundesregierung für die deutschen Milchbauern an, die Marktrealität zeige jedoch, dass mit allen bisher beschlossenen Maßnahmen und guten Worten der Milchmarkt nicht wieder ins Gleichgewicht gebracht werden könne.

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