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350 Radsportler beim Lauenauer Rennen / Nur wenige Zuschauer / Lob für Organisationsteam

Mike Willam Dritter bei "Rund um die Plaza"

Radsport (nah). Radsportfans sind am vergangenen Sonntag in Lauenau ins Schwärmen gekommen. "700 Meter Flitzerkurs - das war ja wie die ?Nacht von Hannover'", jubelte Sprecher Detlef Wachsmuth bereits am frühen Nachmittag. Da hatte das erste "Rennen rund um die Plaza" noch lange nicht seinen Höhepunkt erreicht. Am Abend zogen die Organisatoren Roswitha Blume und HorstSedlak vom Lauenauer Sportverein Victoria zufrieden Bilanz: Mehr als 350 Radsportler in zehn Altersgruppen machten sich bei zehn Starts auf den Weg zwischen zwölf und 100 Runden.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 13:30 Uhr

Nur das Interesse der Zuschauer hätte größer sein können: Das in Fachkreisen auch überregional aufmerksam registrierte Ereignis blieb in diesem Punkt hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück. Dabei sollte der Rundkurs um den noch im Bau befindlichen neuen Mittelpunkt des örtlichen Gewerbeparks eine Generalprobe sein. Wenn 2009 die Gemeinde ihr 950-jähriges Bestehen feiert, wollen sich Victorias Radsportler mit einem Nachtrennen an der geplanten Veranstaltungsfolge beteiligen. In sportlicher Hinsicht ist Optimismus durchaus angebracht: Denn der Name Lauenau hat bundesweit in den Rennställen inzwischen einen guten Klang. Das bestätigte sich auch beim Blick in die aktuellen Teilnehmerlisten: "Pedalritter" aus dem ganzen Bundesgebiet waren an den Deister gekommen. Die weitesten Anreisen erfolgten aus dem Saar-Mosel-Gebiet, aus Augsburg sowie aus Mecklenburg-Vorpommern. Das überregionale Interesse begründete Blume mit der aktuellen Bundesbestenliste: Auf Lauenauer Asphalt konnten dafür wichtige Punkte bei entsprechend guten Platzierungen gesammelt werden. Die Aufmerksamkeit des Publikums galt natürlich vor allem den heimischen Fahrern. Doch das bekannte gelb-blaue Victoria-Dress war auf dem Siegertreppchen nur einmal zu sehen: Mike Willam kam bei den U 19 auf den 3. Platz. Nachwuchssprinter Maximilian Bock, der sich Chancen in seiner Klasse ausgerechnet hatte, konnte gar nicht erst antreten: Er war zwei Tage zuvor beim Training gestürzt. Einen beachtlichen Erfolg verbuchte Heiner Klemmer, der sich in der Hobbyklasse den 4. Rang erkämpfte. Gian Rebmann kam auf Platz zwölf. Von den Rodenberger Ribbentrop-Brüdern in der U 15-Klasse schaffte Jan den 8. und Marco den 11. Platz. Yasmin Herberg ging als Vierte bei den U 17-Damendurchs Ziel; Schwester Kim rangiert auf Platz acht. Viel Lob gab es für die mustergültige Organisation: "Acht Stunden Radsport pur. Das hat Victoria gut gemacht", lobte Sprecher Wachsmuth. Blume und Sedlak dankten den vielen Sponsoren, darunter dem Flecken Lauenau und etlichen örtlichen Unternehmen. Besondere Freude aber herrschte über den (fast) unfallfreien Verlauf des sportlichen Großereignisses. Gerade einmal fünf Notfälle waren von Sanitätern oder Streckenarzt zu versorgen. Es blieb zum Glück bei Hautabschürfungen. Am meisten leid tat dies den Zuschauern bei Sebastian Rösch und Tim Kühnau. Diese hatten nämlich zunächst die heimliche Attraktion des Tages bestritten: Bei einem Derny-Rennen fuhren sie im Windschatten von Motorrädern. Später wollten auch sie beim Kampf der Männer um den "Großen Preis von Lauenau" ganz vorn mitmischen. Doch ein Sturz beendete vorzeitig den Kurs der Lokalmatadoren. Der Sieg im Hauptrennen ging in das schleswig-holsteinische Husum.

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