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Integrationsbeirat spricht mit Bürgermeister

"Migration ist keine Einbahnstraße"

Stadthagen (cst). Das Gespräch mit Stadthagens Bürgermeister Bernd Hellmann hat der Integrationsbeirat während seiner fünften Sitzung gesucht. Dabei wurden dem Stadtoberhaupt Probleme, Anregungen und Forderungen geschildert. Hellmann zeigte sich demgegenüber aufgeschlossen.

veröffentlicht am 06.02.2007 um 00:00 Uhr

In dem von der Stadt beauftragten "Quack-Gutachten" sei unter anderem die Einrichtung eines Integrationsbeauftragen in der Verwaltung gefordert worden. Das sagte Jürgen Lingner, Vorsitzender des Integrationsbeirates, an Hellmanns Adresse. Der Integrationsbeirat regte an, in der Stadtverwaltung Mitarbeiter und Auszubildende mit Migrationshintergrund einzustellen. Die Beratung bei innerfamiliären Problemen - nicht nur für zugewanderte Bürger - solle bei der Planung eines zukünftigen Familien-Zentrums berücksichtigt werden. Eine bessere Durchmischung von deutschen Kindern und solchen aus zugewanderten Familien in den Kindergärten war ein weiterer Punkt, den Lingner dem Bürgermeister mit auf den Weg gab. Der Integrationsbeirats-Vorsitzende kritisierte, dass der Ausbau der Sprachförderung in den Kindergärten noch nicht befriedigend sei. Das sei aber eine Voraussetzung für Integration. Auch zugewanderte Kindergärtnerinnen könnten eine Lösung sein. Die Runde regte an, denErwerb der deutschen Staatsbürgerschaft aufzuwerten. Statt eines einfachen Verwaltungsaktes, könne ein Empfang beim Bürgermeister gegeben werden. Hellmann stellte in seiner Antwort heraus, dass Sprachförderung zunehmend auch ein Problem bei deutschen Familien sei. Er wünsche sich bei der Integration mehr Engagement von den Sportvereinen und Kirchen. "Migration ist keine Einbahnstraße. Wir müssen uns bewegen", sagte er. Die Sprachförderung in den Kindertagesstätten müsse weitergeführt undausgebaut werden. Hellmann appellierte an die Eltern unter dem Gesichtspunkt der Elternschule. Einem Intregrationsbeauftragten stehe er nicht skeptisch gegenüber.

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