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Mieter bedroht Vermieter mit dem Messer

Bückeburg (rc). Mit einem besonders drastischen Fall von Mietprellerei und Mietnomadentum hatte es jetzt ein Bückeburger Vermieter zu tun. Als er seinen Mieter ansprach, wo denn die über 1000 Euro Miete bleiben würden, die inzwischen aufgebrummt waren, zog sein Gegenüber ein Messer und schrie: "Lass mich in Ruhe!" Zum Glück blieb es beim Zücken des Messers, von einer Anzeige sah der Vermieter ab: "Das hat doch keinen Sinn, weil es eh keiner gesehen hat."

veröffentlicht am 18.11.2006 um 00:00 Uhr

Fast ein Jahr wohnte der junge Mann, Hartz IV-Empfänger, in der Wohnung. Inzwischen ist er ausgezogen: Er warf einfach seinen Haustürschlüssel in den Briefkasten. Und ließ seine Mietschulden und - natürlich - seine alten Möbel zurück. Die ließ er in der verrümpelten und in dem einen Jahr renovierungsbedürftig gewordenen Wohnung einfach stehen, wie der geprellte Vermieter im Gespräch mit unserer Zeitung schilderte. Die Schulden versucht derzeit ein Rechtsanwalt einzutreiben. Wahrscheinlich erfolglos, weil der Mann unter der Pfändungsgrenze liegt, ist sich der Vermieter bewusst, dass aller Voraussicht nichts zu holen ist. Anders sieht es dagegen bei den zurückgelassenen Möbeln aus, wo der Vermieter handeln konnte. Nachdem er die neue Adresse seines Ex-Mieters herausbekommen hatte, transporierte er die Sperrmüllstücke zusammen mit einem Helfer dorthin und stellte sie vor der Haustür ab. "Soll er doch zusehen, was er damitmacht." Nicht verständlich ist für den Vermieter, warum die Job-Center nicht anders mit den Empfängern der Sozialleistungen umgehen. Zumindest die Mietanteile müssten direkt an die Vermieter ausgezahlt werden. "Damit wäre allen geholfen, uns Vermietern wäre die Miete sicher. So aber sind wir die Dummen."

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